„Ohne die Liebe zur Menschheit zu wecken, werden wir keinen Erfolg haben“
In diesem entscheidenden Moment der Menschheitsgeschichte – in dem sich die weitere Existenz der menschlichen Zivilisation entscheidet – sind der größte Feind der Menschheit nicht die „allmächtigen“ westlichen Eliten, nicht die habgierigen Banker der Wall Street und der Londoner City und auch nicht die Kriegstreiber, deren Wahnsinn die Welt in die nukleare Vernichtung zu treiben droht. Die Bedrohung, die all dies übertrifft, ist die lähmende Angst, die die Bevölkerung dazu bringen soll, sich angesichts dieser schrecklichen Umstände zurückzuziehen, anstatt sich zu mobilisieren, um jetzt die notwendigen Lösungen umzusetzen.
„Den bisherigen Status quo gibt es nicht mehr“, erklärte die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, in einer internen Diskussion am Montag, dem 10. August. „Doch wie der neue Zustand aussehen wird, steht noch nicht fest. Er könnte sehr schlimm sein und in Richtung eines langfristigen multipolaren Chaos gehen, oder im besten Fall gelingt es uns, ein neues Paradigma zu schaffen. Zwischen diesen Optionen herrscht große Unsicherheit.“
Sicher ist, dass die Wirtschaft weiter abstürzen wird, wenn die realwirtschaftlichen Realitäten weiterhin ignoriert werden – wie dies im gesamten Westen seit Jahrzehnten der Fall ist. Dieser Umstand ist für die Dynamik der globalen strategischen Krise verantwortlich, die sich in der kurz vor dem Platzen stehenden Finanzblase, den sich verschlechternden realwirtschaftlichen Bedingungen und der Unfähigkeit der westlichen Eliten, weiterhin Krieg zu führen, zeigt.
Wie in einem Leitartikel der Global Times vom 11. August hervorgehoben wird, sind die Engpässe bei US-Kriegsmaterial, die derzeit weitere groß angelegte Bombardements des Iran verhindern, die natürliche Folge einer überlasteten und ausgehöhlten industriellen Basis, die „durch fragile Lieferketten, veraltete Ausrüstung und schwindende Ersatzteile gebremst wird“. Das Imperium hat seine eigene Fähigkeit, Krieg zu führen, erschöpft.
Die Folgen der Ignoranz gegenüber der wirtschaftlichen Realität zeigen sich auch deutlich in der Schifffahrtskrise in Deutschland, die eine ohnehin schwer angeschlagene Wirtschaft trifft. Nach längerer extremer Hitze und Trockenheit sind die Wasserstände in vielen Flüssen stark abgesunken, die Schifffahrt auf entscheidenden Abschnitten des Rheins ist beinahe zum Erliegen gekommen, was eine Kaskade von Auswirkungen auf die Lieferketten der Industrie nach sich zieht. Hätte die Bundesregierung auf die LaRouche-Bewegung in Deutschland gehört, die sich seit langem für den Bau des Westerwald-Taunus-Eisenbahntunnels durch das Rheintal einsetzt, könnten Schiffsfrachten in der jetzigen Notlage effizient mit der Bahn transportiert werden.
Der Zusammenbruch des imperialen Systems macht die Lage jedoch nicht sicherer, wie am Freitag, dem 7. August, auf der Tagung der Internationalen Friedenskoalition (IFK) in aller Deutlichkeit erörtert wurde. Dort warnte Zepp-LaRouche: „Ich glaube nicht, dass sich das angloamerikanische Imperium so friedlich auflösen wird [wie die Sowjetunion]. Ich glaube, dass… die Gefahr des Einsatzes von Atomwaffen am größten wird, sobald das Imperium merkt, am Rande des Untergangs zu stehen.“
Doch während die alte Ordnung zerfällt, entsteht gleichzeitig ein neues System der Beziehungen zwischen den Nationen, das jetzt konsolidiert werden muss. In ihrem Dokument aus dem Jahr 2022, in dem ein neues internationales System der Sicherheit und Entwicklung vorgeschlagen wird, hat Zepp-LaRouche erklärt, dass ein erfolgreiches System auf dem Naturrecht beruhen müsse: „Um die Konflikte zu überwinden, die sich aus den Meinungsverschiedenheiten ergeben, mit denen die Imperien die Kontrolle über ihre Untergebenen aufrechterhalten haben, muss die wirtschaftliche, soziale und politische Ordnung mit der Gesetzmäßigkeit des physischen Universums in Einklang gebracht werden.“
Im Rahmen ihrer fortlaufenden Mobilisierung werden das Schiller-Institut und die IFK am 4. September ein Diskussionsforum mit dem Titel „Eine Alternative zu Krieg und Plünderung in den Amerikas“ veranstalten, bei der über große Infrastrukturprojekte und andere Vorhaben gesprochen wird, um eine solche neue, gerechte Weltordnung auf der Grundlage von Frieden durch Entwicklung zu festigen.
Doch die Frage bleibt: Wie lässt sich die Angst überwinden?
„Es geht um die Frage, die Menschen zu erheben“, sagte Zepp-LaRouche, „sie zu veredeln und an das zu appellieren, was sie Teil der ewigen Kette menschlicher Generationen werden läßt – in der jeder von uns die absolute Verpflichtung hat, etwas beizutragen, damit die nächsten Generationen ein reicheres und besseres Leben führen können, reich an Weisheit, Kreativität und Zugang zur Schönheit dieses Universums – besser als die vorangegangenen Generationen.
Wir müssen an diese Liebe zur Menschheit appellieren. Ohne die Liebe zur Menschheit zu wecken, werden wir keinen Erfolg haben.“
Inhalt
NEUES PARADIGMA
- Neue EIR-Diskussionsrunde am 4. September: „Eine Alternative zu Krieg und Plünderung in den Amerikas“
ZUSAMMENBRECHENDES IMPERIALES SYSTEM
- Noch ein Engpass – der Rhein
- Global Times: Mangel an US-Rüstungsgütern zeigt bröckelnde industrielle Basis
- Trumps neuer „Goldstandard“ schafft Rahmenbedingungen zur Verringerung des Impfstoffeinsatzes
- Selenskijs „40-Tage“-Kampagne führte zur Schließung von Odessa
STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR
- Nebensja: US-„Friedensplan“ für den Gazastreifen ist trotz Zustimmung der Hamas ins Stocken geraten
AUS WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG
- SKIF bringt Russland an die Spitze der Kernforschung