EIR-Krisenforum am 31. Juli:
Die Einwanderungskrise durch Entwicklung lösen
Was Sie über die strategische Bedeutung der Enzyklika von Papst Leo wissen müssen
Die Nachrichtenagentur EIR hat die folgende Einladung zu ihrem Krisenforum am 31. Juli veröffentlicht.
Da die Kriege im Iran und in der Ukraine weiter schwelen und zu eskalieren drohen – möglicherweise sogar zu einem nuklearen Dritten Weltkrieg –, ist klar geworden: Wenn die Menschheit überleben soll, müssen wir einen Weg finden und umsetzen, um einen dauerhaften Frieden für alle zu erreichen, der auf Entwicklung für alle, Sicherheit für alle und vor allem auf der Menschenwürde für alle basiert.
In den letzten zwei Monaten ist ein neuer strategischer Faktor ins Spiel gekommen, der diese Chance deutlich näher rückt. Die jüngste einwöchige Reise von Papst Leo XIV. nach Spanien, verbunden mit seiner ersten Enzyklika vom 15. Mai, Magnifica Humanitas, ist ein Aufruf an die Menschheit, in ihrem gemeinsamen Bestreben nach Frieden und Entwicklung für alle Nationen geschlossen zu handeln, indem der Kolonialismus in all seinen Formen ein für alle Mal beendet wird. Er stützt diesen Aufruf zum Handeln auf das Konzept der wesentlichen Würde des Menschen („Das Verlangen nach dem Guten, dem Schönen und dem Wahren ist tief in der DNA der Menschheit verwurzelt“), und wendet diesen Ansatz gezielt auf das schreckliche Problem der weltweiten Zwangsmigration an, von dem Hunderte Millionen verzweifelter Migranten – und die Länder, die sie aufnehmen – betroffen sind: „Wir sprechen vor allem von Menschen, die nach dem Bild und Gleichnis Gottes geschaffen sind, und nicht von rechtlichen Kategorien oder Problemen, die es zu bewältigen gilt.“
Damit ist der Papst seiner früheren Verpflichtung gegenüber der Methode des „Zusammenfallens der Gegensätze“ des Kardinals Nikolaus von Kues aus dem 15. Jahrhundert nachgekommen, und er hat sich nicht nur für Katholiken ausgesprochen, sondern auch für viele Milliarden Menschen anderer Glaubensrichtungen, die diese Sichtweise teilen. Er hat einen Grundsatz eingeführt, der, wenn er weltweit verbreitet und angewendet wird, eine wichtige Rolle beim Aufbau einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur spielen kann.
Wie EIR-Chefredakteurin Helga Zepp-LaRouche in einer Stellungnahme vom 17. Juni zur Enzyklika des Papstes schrieb:
„Von all den wichtigen und dringenden Reden, die in der jüngsten Zeit von Politikern und Experten vieler Länder mit der Absicht gehalten worden sind, die Eskalation der strategischen Lage zu einer gattungsvernichtenden Katastrophe zu verhindern, ist die Intervention von Papst Leo XIV. mit seiner Enzyklika Magnifica Humanitas1 und den Ansprachen bei seiner jüngsten Reise nach Spanien2 nach bestem Ermessen die mit Abstand wichtigste. Wenn Historiker später einmal die Frage untersuchen werden, was – hoffentlich – den entscheidenden Ausschlag gegeben hat, die westliche Zivilisation mitten in einer tiefen spirituellen und kulturellen Krise zur Umkehr zu bringen, dann werden sie auf diese Rolle des Papstes stoßen, und die Bereitschaft einer genügend großen Anzahl von Gläubigen und Menschen, die guten Willens waren, sich seine Worte zu Herzen zu nehmen und eine Änderung der Politik durchzusetzen.
Gleichzeitig zeigte er aber auch den erreichbaren Ausweg aus der Krise auf, nämlich daß die Menschen sich an das höchste Ideal des christlichen Menschenbildes erinnern und es verwirklichen...
Zu den verschiedenen Aspekten dieser Politik, die alle Bausteine des neuen Turmbaus zu Babel sind, gehören der Götzendienst gegenüber dem Profit auf Kosten der Ärmsten, ebenso wie die Finanzinteressen, die Spannungen und Konflikte fördern, weil es die Kriegsindustrie in Gang hält, die Unterstützung von modernen Formen der Sklaverei...“
Zepp-LaRouche zitiert daraufhin die Enzyklika Magnifica Humanitas des Papstes:
„81. Ein entscheidender Prüfstein für soziale Gerechtigkeit ist heute die Situation der Migranten, der Flüchtlinge und all jener, die aufgrund von Armut, Gewalt, Klimawandel und Umweltkatastrophen zur Flucht gezwungen sind... Andererseits gilt es auch das Recht zu fördern, in Frieden und Sicherheit in der eigenen Heimat zu bleiben, indem die tiefgreifenden Ursachen angegangen werden, die zur Migration zwingen, einschließlich jener, die mit wirtschaftlichen Ungerechtigkeiten und der Klimakrise zusammenhängen. Wenn diese Rechte geachtet werden, kann Migration zu einer Gelegenheit der Begegnung und der gegenseitigen Bereicherung zwischen den Völkern werden.“
Zepp-LaRouche betonte:
„Anstatt an einem inhumanen neokolonialistischen Denken festzuhalten, sind die Regierungen Europas und der USA aufgerufen, sich umgehend für eine internationale Kooperation bereit zu erklären, die die vollständige Überwindung von Armut und Unterentwicklung aller Staaten auf dieser Erde zum Ziel hat.“
Diese Aufgaben sind sowohl dringend als auch realisierbar. Zepp-LaRouche erklärte in einem Webcast vom 17. Juni:
„So wird z.B. Afrika bis zum Jahre 2050 eine Bevölkerung von circa 2,5 Milliarden Menschen, also eine Milliarde mehr als heute haben. Dies bedeutet, daß es im ureigensten Interesse Afrikas ebenso wie Europas ist, in den nächsten 25 Jahren eine Milliarde produktiver Arbeitsplätze auf dem afrikanischen Kontinent zu schaffen. Und das wäre eine absolut willkommene Kehrtwende gegenüber der derzeitigen Politik. Gleichzeitig würde dies auch den europäischen Regierungen und Ländern helfen, durch eine dreiseitige Zusammenarbeit mit den BRICS-Staaten aus der Wirtschaftskrise herauszukommen.
Und für die Vereinigten Staaten gilt dasselbe. Wenn man sich die Migrationskrise an der US-mexikanischen Grenze ansieht, ist dies definitiv derselbe Ansatz, den die Vereinigten Staaten in Bezug auf die sogenannte westliche Hemisphäre verfolgen sollten. Anstatt zu versuchen, China aus Lateinamerika zu verdrängen, sollten sie sich mit China zusammentun und Projekte wie den Hafen von Chancay, der in Peru bereits fertiggestellt ist, gemeinsam vorantreiben und ihn an eine bi-ozeanische Eisenbahnstrecke vom Atlantik zum Pazifik anbinden. Auf diese Weise könnte man ihn mit anderen großen Infrastrukturprojekten verknüpfen. Das würde auch die Ursachen für das Migrationsproblem in Lateinamerika beseitigen.“
Die Kombination aus der äußerst gefährlichen globalen Lage und dieser neuen, hoffnungsvollen strategischen Flanke erfordert eine umfassende Auseinandersetzung durch führende internationale Denker. Das ist der Zweck des bevorstehenden EIR-Rundtischgesprächs am 31. Juli, das aus zwei Podiumsdiskussionen bestehen wird:
- 1. Papst Leo und der Dialog der Zivilisationen
- 2. Entwicklungsschub bedeutet Milliarden neuer Arbeitsplätze, keine Flüchtlinge, kein Krieg.
📅 Forum · Freitag, 31. Juli, 17:00 Uhr MESZ
▶ Live auf YouTube (Englisch) und auf Zoom mit Simultanübersetzung ins Spanische, Deutsche und Französische.
ℹ️ Weitere Details, einschließlich einer Rednerliste, werden in Kürze bekannt gegeben.
EIR · Einladung zum Krisenforum