EIR-Krisenforum am 31. Juli

Nun kommt die Schillerzeit!

Nun kommt die Schillerzeit!
Quelle: Schiller Institut NYC Chorus

In vier Wochen wird der New Yorker Chor des Schiller-Instituts zum Gedenken an den 25. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 in New York City ein Konzert veranstalten: „Beethovens Neunte Symphonie – Ein Weg aus dem Krieg.“ Damit soll die scheinbar „schwache Kraft“ der Ideen genutzt werden, um den scheinbar unaufhaltsamen Absturz der Welt in die thermonukleare Vernichtung umzukehren – analog dazu, wie die „schwache Kraft“ für die Kernfusionsprozesse in Sternen wie unserer Sonne unerlässlich ist. Ideen, die kein Gewicht und keine offensichtliche physikalische Kraft besitzen, können die Welt und die physikalischen Kräfte in ihr und jenseits von ihr bewegen. Die großen Astronomen und die großen Staatsmänner und Wissenschaftler wie Kardinal Nikolaus von Kues und Lyndon LaRouche, der Urheber der Strategischen Verteidigungsinitiative (SDI), die thermonukleare Waffen „wirkungslos und obsolet“ gemacht hätte, wussten dies.

Die Aufführung von Beethovens Neunter Symphonie durch den Chor des Schiller-Instituts soll jene höhere Diplomatie voranbringen, einen Dialog der Zivilisationen, der derzeit über die „offiziellen Kanäle“ der westlichen Regierungen mit dem Rest der Welt nicht möglich ist. Derzeit herrscht ein tiefsitzendes Misstrauen, das überwunden werden muss – aber wie? Wem in der transatlantischen Welt kann man vertrauen? Die Lösung muss von Kräften kommen, die entweder außerhalb der diskreditierten „Epstein-Klasse“ des Westens stehen oder sich zumindest von ihr unterscheiden.

Gestern wurde Helga Zepp-LaRouche gefragt, ob sie angesichts der derzeit überall begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vielleicht das letzte Prinzip ihrer „Zehn Prinzipien für eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur“ überdenken würde. Darin heißt es: „Die Grundannahme für das neue Paradigma ist, dass der Mensch von Grund auf gut und fähig ist, die Kreativität seines Geistes und die Schönheit seiner Seele unendlich zu vervollkommnen, und dass er die fortschrittlichste geologische Kraft im Universum ist, was beweist, dass die Gesetzmäßigkeiten des Geistes und die des physikalischen Universums in Übereinstimmung und Zusammenhalt stehen und dass alles Böse das Ergebnis mangelnder Entwicklung ist und daher überwunden werden kann.“

Sie antwortete: „Zu der Frage, ob das 10. Prinzip überarbeitet werden sollte: Nein, absolut nicht. Denn die Natur des Menschen lässt sich nicht durch das vorübergehende Verhalten oder den moralischen Verfall der heutigen Generation bestimmen oder charakterisieren, sondern sie ist etwas, das dem Wesen des Menschen als einziger kreativer Spezies auf diesem Planeten innewohnt. Und der Oligarchie, zumindest im Westen‘ist es in jüngster Zeit sehr, sehr erfolgreich gelungen, durch Banalisierung den kreativen Impuls der Menschen zu dämpfen. Wenn man sich die Unterhaltungsgewohnheiten der meisten Menschen ansieht, so ist diese so absolut banal, dumm, betäubend, pervers, pornografisch, gewalttätig, aber vor allem dumm. Sind Sie in letzter Zeit einmal mit dem Flugzeug oder dem Zug gereist und haben sich die Menschen angesehen – beschäftigen die sich mit etwas Ernsthaftem?“

Außerdem beschrieb der Analyst Larry Johnson, Mitbegründer der Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS), bei der gestrigen Sitzung der Internationalen Friedenskoalition Nr. 167 eine schockierende, entsetzliche, aber gesetzmäßige Situation, was die „ewigen Kriege“ der Gegenwart angeht. Er sagte, das (amerikanische) Militär stecke „auf breiter Front in einer psychischen Krise“. „Wir haben diese Woche von mindestens sechs Selbstmordversuchen an Bord der Abraham Lincoln erfahren. Ich hatte einen Freund, der kürzlich aus dem Central Command ausgeschieden ist, einen Offizier, der im Geheimdienst tätig ist … er hat West Point absolviert … als Jahrgangsbester. Und er sagte: ‚Hey – diese Zahl an Bord der Lincoln? Das sind nicht sechs. Es sind wahrscheinlich 30 oder 60; die Zahl liegt weit darüber.‘ Und er begann, von einer regelrechten Selbstmord-Epidemie zu berichten, nicht nur in der Marine (oder) im Marinekorps. Sie betrifft auch die Armee und die Luftwaffe – die Anzeichen sind da.“

„Wenn man wissen möchte, ob ein Königreich gut regiert wird, ob seine Sitten gut oder schlecht sind, liefert die Qualität seiner Musik die Antwort“, sagte Konfuzius. Die „Unterhaltungskultur“, in der der Krieg selbst zu einem Zeitvertreib geworden ist, hat sich ebenfalls zu einem „Lebensstil“ entwickelt. Einer ihrer wichtigsten Wegbereiter nach dem Zweiten Weltkrieg, Theodor Adorno, schrieb 1949 in seinem Buch „Philosophie der modernen Musik“, dass „die universelle Nekrophilie die letzte Perversität des Stils ist“. Zwar bezog sich Adorno damals auf den Musiker Igor Strawinsky, doch einige seiner Anhänger, wie Alex Karp von Palantir, haben einige seiner Ideen für andere Zwecke adaptiert.

Der Weg nach vorn führt über das Menschenbild, das Beethoven in seiner Neunten Symphonie ausdrückte. Sowohl Papst Leo XIV. als auch Wladimir Putin haben von einer „Polyphonie der Nationen“ gesprochen. Und China hat in den letzten Jahrzehnten großen Wert auf die Harmonie der Interessen im Sinne von Konfuzius gelegt. Die Nationen Afrikas, Asiens und Iberoamerikas sind – wenn man ihnen nicht mit rassistisch gefärbter Verachtung begegnet – Partner und keine Gegner für eine zunehmende Vereinigung der Menschheit. Der Dichter Friedrich Schiller, Autor des Gedichts „An die Freude“, das die Neunte Symphonie inspirierte, schwankte nie in seiner Überzeugung, dass die Zeit für das vollkommenste Kunstwerk – den Aufbau wahrer politischer Freiheit – immer jetzt ist, auch wenn sie im Moment nicht immer erreichbar erscheint. Das Schiller-Institut stimmt dem zu. Um der Menschheit willen und um der Weltgeschichte willen muss jetzt die Schiller-Zeit kommen!


Inhalt

STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR

  • War der Drohnenvorfall in Leipzig eine ukrainische False-Flag-Operation?
  • Saudische Tanker fahren „blind“ als Reaktion auf die Sperrung der Meerenge durch die Huthis
  • Die Abraham Lincoln könnte bald endlich nach Hause zurückkehren
  • IDF „schockiert“ über Geschwindigkeit der iranischen Wiederaufbaus nach US-amerikanisch-israelischen Bombardements
  • Ukrainischer Vorschlag für einen „Waffenstillstand im Schwarzen Meer“ noch nicht konkretisiert und auch nicht angenommen
  • Weiteres Ziel auf ukrainischer „Abschussliste“ durch Bombe getötet
  • Lawrow: „Wir brauchen eine dauerhafte, nachhaltige Lösung“ für die Ukraine

ZUSAMMENBRECHENDES IMPERIALES SYSTEM

  • Die Folgen der deutschen Geheimdienstreform

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