Die Schauplätze des globalen Krieges erreichen die Straße von Gibraltar
Sowohl in Washington als auch in Teheran laufen an diesem Wochenende Vorbereitungen für eine voraussichtlich dramatische Wiederaufnahme des totalen Krieges zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Das US-Außenministerium hat neue Reisewarnungen an sein Personal in ganz Südwestasien herausgegeben, wonach jederzeit mit Angriffen gerechnet werden müßte. CBS berichtet, dass „die Vereinigten Staaten und Israel eine der bislang härtesten Bombardierungskampagnen gegen Ziele der Energieinfrastruktur im Iran planen“. Und die iranischen Streitkräfte haben mitgeteilt, „die höchste Alarmstufe ausgerufen und auf Kriegsprotokolle umgestellt“ zu haben.
Auch der NATO-Ukraine-Krieg gegen Russland ist in den letzten 72 Stunden eskaliert, da Kiew dringend versucht, Zugang zu Elon Musks Starlink-Kommunikationssystem über Russland zu bekommen, um präzise gezielte Angriffe tief in das russische Staatsgebiet zu ermöglichen.
Nach der Art, wie das Britische Empire die Lage inszeniert, liegen amerikanische Einrichtungen nun an beiden Kriegsschauplätzen direkt in der Schusslinie. Bereits am 26. Juli berichtete Russland, eine Drohnenfabrik in Kiew, die sich in amerikanischem Besitz befindet, angegriffen zu haben. Leser von EIR News werden sich daran erinnern, dass das russische Verteidigungsministerium am 15. April eine Liste veröffentlichte, in der 21 Unternehmen aus 12 Ländern genannt wurden, die die Drohnenproduktion der Ukraine unterstützten; diese wurden später als potenzielle militärische Ziele eingestuft.
Am 29. Juli wurde dann das schwimmende Tank- und Regasifizierungsschiff „Energos Winter“ , eine schwimmende LNG-Terminalanlage der USA, im ägyptischen Hafen von Damiette von einer nicht identifizierten Drohne getroffen, wofür westliche Medien umgehend den Iran verantwortlich machten. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi bestritt jedoch jegliche Beteiligung und verurteilte den Angriff stattdessen als eine israelische Operation unter falscher Flagge, die darauf abziele, den Krieg auf neue Schauplätze auszuweiten.
Und nun kam es zu dem höchst verdächtigen Ansturm von rund 60.000 jungen Leuten aus Marokko auf die spanische Enklave Ceuta, der eine große Migrationskrise auslöste. Die entscheidende Frage lautet hier wie immer: „Cui bono?“ Alles deutet dabei auf eine von den USA und Israel inszenierte Operation hin – mit britischen geopolitischen Drahtziehern im Hintergrund –, die darauf abzielt, drei Ziele zu erreichen:
- Spanien für seine jüngsten Entscheidungen zu bestrafen, Palästina anzuerkennen, den Völkermord im Gazastreifen anzuprangern und die Nutzung von NATO-Stützpunkten in Spanien für den Krieg gegen den Iran zu verweigern.
- Eine seit langem geplante Kampagne zu inszenieren, um Spanien zu zwingen, Ceuta und Melilla an Marokko zu übergeben – als Teilentschädigung für Marokkos Beitritt zu dem Abraham-Abkommen und die Anerkennung Israels im Jahr 2020. Und vor allem:
- Die vollständige britische Kontrolle über die Straße von Gibraltar zu erlangen, die derzeit gemeinsam vom britischen Stützpunkt auf Gibraltar und einem spanischen Militärstützpunkt in Ceuta kontrolliert wird. Amerikanische Neokonservative und andere setzen sich dafür ein, dass Ceuta und Melilla an Marokko übergeben werden; anschließend würden die NATO-Stützpunkte Morón und Rota in Spanien – die im äußersten Süden Spaniens 100 Kilometer voneinander entfernt in der Nähe von Gibraltar liegen – nach Marokko verlegt werden.
Dies wiederum ist Teil der übergeordneten britischen geopolitischen Strategie, alle wichtigen Engpässe der weltweiten Seeschifffahrt zu kontrollieren, um die seit langem verfolgte malthusianische Politik der kontrollierten Desintegration der Weltwirtschaft besser umsetzen zu können – ein Thema, das in einer Reihe von Studien des Economist vom März 2026 ausführlich erörtert wurde.
Wie die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, heute erneut erklärte: „Die Welt steuert auf den perfekten Sturm zu. Wenn zugelassen wird, dass diese Politik so weitergeht, werden wir alle bald in der Hölle landen.“ Sie drängte auf eine möglichst große Verbreitung der politischen Debatte auf dem EIR-Krisenforum am 31. Juli „Die Einwanderungskrise durch Entwicklung lösen“, um dafür zu sorgen, dass der derzeitige Kurs in Richtung Krieg nicht die Oberhand gewinnt.
Inhalt
ZUSAMMENBRECHENDES IMPERIALES SYSTEM
- Inhalt
- Ein Blick hinter die Kulissen der Massenmigration aus Marokko nach Ceuta
- Trump und EU-Spitzenpolitiker nutzen die Ceuta-Krise, um den Krieg gegen Migranten voranzutreiben
- Israel greift Spanien wegen der Migrationskrise in Ceuta an
- Mit Kriegsspielen will der Londoner Economist ermitteln, wie der Welthandel am besten zerstört werden könnte
STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR
- Trump „verliert das Vertrauen“ in den Iran
- Sächsischer Ministerpräsident lehnt Merz’ Rentenreform ab