Die Entwicklungsrichtung nach Xi Jinpins Staatsbesuch in Washington

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Die Entwicklungsrichtung nach Xi Jinpins Staatsbesuch in Washington
Die westlichen Medien haben sich in den letzten 48 Stunden vorhersehbar darüber geklingelt, wie die Trump-Xi-Treffen "alle brutzeln und kein Steak" waren Credit: White House

Die bezahlten Dummköpfe in den westlichen Medien haben sich in den letzten 48 Stunden – wie zu erwarten war – großmäulig darüber ausgelassen, dass die Treffen zwischen den Präsidenten Trump und Xi „viel Rauch um nichts“, „Prunk statt Substanz“, „reich an Pomp, aber ohne Lösung der Spannungen“ gewesen seien, etc. etc.

Solche Kommentatoren sind epistemologisch blind dafür, dass es in der Menschheitsgeschichte Entwicklungsrichtungen gibt, so wie Flugbahnen im physikalischen Universum. Aus dieser Perspektive fallen zwei Dinge an dem Staatsbesuch vom 23. bis 25. September besonders auf, und interessanterweise sind das genau die beiden ersten Punkte, die sowohl in den Erklärungen des Weißen Hauses als auch in den chinesischen Berichten hervorgehoben wurden:

1. Beide Seiten einigten sich darauf, „eine konstruktive chinesisch-amerikanische Beziehung strategischer Stabilität auf der Grundlage von Respekt, Fairness und Gegenseitigkeit“ aufzubauen, berichtete Xinhua. Präsident Xi zufolge bedeute dies, dass China und die USA „Partner und keine Rivalen“ sind – das ist die gleiche Formulierung, die Xi und der indische Premierminister Modi bei ihren jüngsten Gesprächen verwendeten – und dass ein Win-Win-Ansatz möglich sei, wodurch die berüchtigte Thukydides-Falle vermieden werde.

Das ist kein leeres Gerede, das ist ein Konzept – wenn auch zugegebenermaßen eines, das im Widerspruch zum Großteil der aktuellen Außen- und Wirtschaftspolitik der Trump-Regierung steht: Gesetz des Dschungels, Belohnen von Spekulation, „Auslöschen“ unerwünschter Länder und Zivilisationen, nach dem Motto „Dem Sieger gehört die Beute“. Aber gerade deshalb ist London in Bezug auf das Verhältnis zwischen Xi und Trump und dessen mögliche weitere Entwicklung besonders nervös.

2. „China und die Vereinigten Staaten unterstützen sich gegenseitig bei der erfolgreichen Ausrichtung des APEC-Wirtschaftsgipfels und des G20-Gipfels. Die beiden Staatschefs beabsichtigen, an den jeweiligen Treffen teilzunehmen.“

Das ist der Teil des Gesamtbilds, der die Entwicklungsrichtung betrifft. Der APEC-Gipfel findet vom 18. bis 19. November in Shenzhen in China statt, und Trump und Xi sollen sich dort treffen. Präsident Putin hat angedeutet, dass er wahrscheinlich ebenfalls teilnehmen wird, da Russland Mitglied der APEC ist. Einige haben die Idee ins Spiel gebracht, dass die „Großen Drei“ ein Treffen in Shenzhen abhalten. Helga Zepp-LaRouche vom Schiller-Institut hat wiederholt zu einem solchen Gipfel aufgerufen, um die Gefahr eines Atomkriegs, der die Menschheit bedroht, dringend anzugehen. Am 19. August veröffentlichte sie gemeinsam mit anderen führenden internationalen Friedensaktivisten einen “Aufruf an Papst Leo XIV., einen Weltgipfel zu organisieren, um die Fragen des Friedens und der nuklearen Abrüstung anzugehen“.

Der Papst – und auf jeden Fall sein Festhalten am Prinzip von Paul VI. „Entwicklung ist der neue Name für Frieden“ – wäre für die Beratungen in Shenzhen eine willkommene Bereicherung.

Danach werden die USA am 14. und 15. Dezember den G20-Gipfel auf Trumps Anwesen in Miami in Florida ausrichten. Xi Jinping wird dabei sein. Russland ist Mitglied der G20, doch Putins Teilnahme gilt als sehr unwahrscheinlich. Die Entscheidung könnte jedoch davon beeinflusst werden, was auf dem APEC-Gipfel geschieht.

Wie Zepp-LaRouche auf der 173. wöchentlichen Sitzung der Internationalen Friedenskoalition am 25. September zusammenfasste:

„Hoffentlich wird dieser Staatsbesuch zu einer Wende in den Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und China führen. Wie Xi Jinping sagte, wird der Besuch an sich zwar kein Problem der Welt lösen, aber viele Probleme in der Welt seien nicht lösbar, wenn die beiden größten Volkswirtschaften nicht zusammenarbeiten. Und sobald diese beiden ihre grundlegenden Beziehungen geklärt haben, würde sich dies auf alle anderen regionalen Krisenherde der Welt auswirken.“

Dieselbe Entwicklungsrichtung wird auch für mehrere äußerst wichtige Wahlen der nächsten Zeit – in Brasilien am 4. Oktober, in Israel am 27. Oktober, in den USA am 3. November und in Südafrika am 4. November – prägend sein und dann wiederum von ihnen beeinflusst werden.


Inhalt

NEUES PARADIGMA

  • Übereinstimmungen und Meinungsverschiedenheiten bei den Trump-Xi-Treffen
  • Wang Yi: Für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit ist möglich
  • Putin: dreiseitige Verhandlungen mit der Ukraine und den USA sind unwahrscheinlich
  • Londons nervöse Einschätzung der Treffen zwischen Trump und Xi

ZUSAMMENBRECHENDES IMPERIALES SYSTEM

  • US-Finanzministerium schickt Teams aus, um den Iran wirtschaftlich zu strangulieren
  • Gefahr eines strategischen Krieges
  • „Shield of Americas“-Treffen für Militarisierung und Ressourcenraub
  • Außenminister Wadephul trifft sich bei der UNO mit Lawrow im Dienste Selenskyjs

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