Angesichts von Gewalt und Lügen: Was bedeutet es, wahrhaft menschlich zu sein

Angesichts von Gewalt und Lügen: Was bedeutet es, wahrhaft menschlich zu sein

Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts‘warnte in Gesprächen mit Kollegen am Montag erneut, die Welt sitze weiterhin auf einem Pulverfass, das durch die mögliche Eskalation zweier regionaler Krisen – eine in der Ukraine und die andere in Südwestasien – angezündet und zum Auslöser eines verheerenden Weltkrieges werden könnte.

Dieses Risiko zeigte sich in den vergangenen 48 Stunden deutlich, als Raketen zwischen Israel und dem Iran hin und her flogen, nachdem Israel am Sonntag den Libanon bombardiert hatte – trotz Trumps Anweisungen, Netanjahu solle die Möglichkeit eines Friedensabkommens nicht zunichte zu machen. Ähnlich verhielt es sich auf der Krim, wo eine ukrainische Drohne einen Personenzug auf dem Weg nach Moskau angriff. Dies war der dritte derartige Angriff auf Zivilisten in weniger als einer Woche, allesamt angeheizt von den psychotischen „E3“-Führern in Europa, die am selben Tag von London aus erneut unbegrenzte militärische Unterstützung für ihren ukrainischen Stellvertreter ankündigten.

Demgegenüber strebt die überwiegende Mehrheit der Nationen die Schaffung eines neuen, gerechteren Systems der globalen Governance und Entwicklung an, eines neuen Paradigmas. Zu beobachten war dies kürzlich auf dem gerade zu Ende gegangenen Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg und im weiteren Sinne in den Win-Win-Kooperations- und Dialogprozessen der Belt-and-Road-Initiative, der BRICS, der SCO und anderer Bemühungen..

Die extreme Spannung zwischen diesen beiden gleichzeitig existierenden Zukunftsvisionen wird und kann nicht gelöst werden, ohne die zugrunde liegenden, falschen Axiome anzugehen, die uns überhaupt erst in dieses sehr gefährliche Chaos gebracht haben.

„Heute bestätigen wir, dass die entscheidende Frage dieselbe bleibt“, sagte Papst Leo XIV. vor einem Publikum von Tausenden, die sich am 7. Juni in Madrid versammelt hatten. „Was bedeutet es, wahrhaft menschlich zu sein?“

Diese Frage steht im Mittelpunkt der Lösung der heutigen existenziellen Krisen; sie ist das zentrale Thema für Staatskunst, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, Bildung und die Beziehungen zwischen den Nationen. „Das Verlangen nach Güte, Schönheit und Wahrheit ist tief in der DNA der Menschheit verwurzelt“, erklärte der Papst.

Das von Papst Leo anerkannte Gute und die schöpferische Kraft des menschlichen Geistes sind die Grundlage für das Engagement von Lyndon und Helga LaRouche in den vergangenen fünf Jahrzehnten für ein neues Entwicklungssystem für den gesamten Planeten, das Helga Zepp-LaRouche in ihrem Aufruf zu einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur erneuert hat. Es basiert auf dem Prinzip, „dass der Mensch im Grunde gut und fähig ist, die Schöpferkraft seines Geistes und die Schönheit seiner Seele unendlich zu vervollkommnen“.

Die Güte und Einheit der Menschheit war auch das zentrale Thema der amerikanischen Revolution und der Gründung der amerikanischen Republik. Warum also sollten die Amerikaner dulden, dass die Feier unseres 250. Jahrestags der Unabhängigkeit durch einen Käfigkampf auf dem Rasen des Weißen Hauses geprägt wird von der Sklaverei des Imperiums? Warum sollten wir zulassen, dass etwas Geringeres als die höchsten Ausdrucksformen der Schönheit die Gründung unserer Nation repräsentiert? Sind wir alle zu Bestien geworden?

„Wir in Europa und Amerika müssen unsere Seelen wieder finden“, forderte Helga Zepp-LaRouche auf der Konferenz des Schiller-Instituts am 30.-31. Mai in Berlin. „Bei seiner Gründung vor 250 Jahren war Amerika eine antikoloniale und antiimperialistische Bastion der Freiheit. Und wir in Europa müssen in unseren Herzen und unserem Geist wieder die Menschenliebe erwecken, die für Dante Alighieri, Jeanne d’Arc, Leibniz, Schiller und Beethoven selbstverständlich war. Wir müssen eine klare Botschaft an Russland, an China, an Afrika, ja an die ganze Welt senden, dass wir weder beabsichtigen, in einem Dritten Weltkrieg unterzugehen, noch erlauben, dass unsere großartige kulturelle Tradition … weiter in Vergessenheit gerät. Wir geben eine heilige Verpflichtung ab, diese Perlen der menschlichen Kultur durch einen Dialog der Kulturen und Zivilisationen gemeinsam zu einer neuen Renaissance der Menschheit werden lassen.“

In diesem entscheidenden Moment der Geschichte haben wir noch die Chance, zu entscheiden, in welche Richtung die Menschheit gehen wird. Verbreiten Sie die Protokolle der Berliner Konferenz „Das Ende von 500 Jahren Kolonialismus – Für einen Dialog der Zivilisationen: Die Dringlichkeit einer neuen globalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur“ und machen Sie sich die Worte, die Papst Leo am 7. Juni vor einer Versammlung von 600.000 Jugendlichen sprach, zu Ihrer Mission: „Angesichts der Leere der Gleichgültigkeit und der Unterwürfigkeit, angesichts der Gewalt des Krieges und der Lügen müsst ihr die Funken einer neuen Menschheit sein.“


Inhalt

NEUES PARADIGMA

  • Papst fordert spanische Jugend auf, „die Funken einer neuen Menschheit zu sein“
  • Dangote legt Grundstein für die weltweit größte Ölraffinerie

STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR

  • Israel und Iran wieder im Krieg
  • Weitere Kontroverse um angebliche DIA-Einschätzung zu israelischer Spionage
  • Ukrainische Drohnen greifen Personenzug auf der Krim an
  • Bereitschaft der „Koalition der Willigen“, den Dritten Weltkrieg zu beginnen, erreicht neue Höhen

ZUSAMMENBRUCH DES IMPERIALEN SYSTEMS

  • CDU fordert Baerbock auf, zu Deutschlands beschämendem Scheitern bei der UNO auszusagen
  • Kernbranchen der deutschen Industrie verzeichnen deutlichen Rückgang bei Auftragseingängen

WISSENSCHAFT UND TECHNOLOGIE

  • Chinas maritime Atomschiffe beschreiten neue Wege

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