Was von den US-Wahlen zu erwarten ist und was nicht

Teilen
Was von den US-Wahlen zu erwarten ist und was nicht
Der Mietprotest zeigt, dass sich ein starker Wind des Wandels auf der ganzen Welt bewegt, wie teilweise im Dialog der Internationalen Friedenskoalition am vergangenen Freitag berichtet wurde. Quelle: CC/Barcex

Morgen, am 3. November, ist der letzte Tag der amerikanischen Zwischenwahlsaison. Man kann nicht mehr von einem „Wahltag“ sprechen, weil sich die Stimmabgabe über Wochen hinzieht, was den Prozess anfälliger für Manipulationen macht.

Auch wenn es der Demokratischen Partei gelingen sollte, die Mehrheit in beiden Kammern zu gewinnen – was angesichts des katastrophalen Wahnsinns der Trump-Regierung wahrscheinlich erscheint –, ist es unwahrscheinlich, dass sich an dem gegenwärtigen Kurs in Richtung Atomkrieg und Wirtschaftskollaps etwas ändert. Die meisten Mainstream-Demokraten erhalten immer noch viel Geld von pro-zionistischen politischen Aktionskomitees und fordern vehement die Bewaffnung der Ukraine, weil sie vom Sieg über Russland träumen.

Das auffälligste Beispiel für diese überparteiliche Idiotie ist der umkämpfte Bundesstaat Michigan. Die demokratische Kongressabgeordnete und ehemalige Senatskandidatin Haley Stevens, die in der Vorwahl gegen den Arzt Abdul El-Sayed verlor, der sich gegen den Völkermord in Gaza engagiert, hat dort dem republikanischen Gegenkandidaten, dem Trump-Verbündeten Mike Rogers, ihre Unterstützung zugesagt.

Trotzdem läuft in Amerika ein grundlegender Wandel, auch wenn er bis zu diesen Wahlen noch nicht vollständig ausgereift ist. Die einst mächtige Pro-Netanjahu-Organisation AIPAC ist zu einem solchen Schandfleck für jeden Kandidaten geworden, dass sie keine öffentlichen Unterstützungs-Bekundungen mehr ausspricht. Und es ist wahrscheinlich, dass eine Handvoll unabhängiger Kandidaten für Repräsentantenhaus und Senat ihre Wahl gewinnen und andere Unabhängige 20 Prozent oder mehr erhalten. Unabhängige Kandidaten, die sich gegen Krieg und Völkermord aussprechen – wie der Kongresskandidat aus der Bronx, Jose Vega, der LaRouches Perspektive der wirtschaftlichen Entwicklung für den Weltfrieden unterstützt –, lassen sich nicht länger als „Randerscheinungen“ abtun, die nur Demokraten oder Republikanern unnütz Stimmen wegnehmen.

Unter der Jugend der Welt weht ein starker Wind des Wandels – Beispiele dafür wurden im Dialog der Internationalen Friedenskoalition am vergangenen Freitag berichtet.

In Frankreich, Deutschland, Spanien und anderen Ländern gehen Hunderttausende junger Menschen auf die Straße, um eine Zukunft ohne Krieg und Korruption zu fordern, die jeder Generation die gleiche Chance bietet, in Frieden und wirtschaftlicher Sicherheit zu leben.

In Brasilien konnte diese Bewegung verhindern, dass der barbarische Flavio Bolsonaro Präsident wird, trotz seines Vorsprungs in der ersten Wahlrunde. Präsident Lulas „Armee“, wie sie sich in den sozialen Medien nennt, mobilisiert weiter, nachdem sie einen Vorgeschmack auf die Macht ihres Engagements bekommen hat. Ihre Unterstützung wird für die politischen Kämpfe der nächsten Zeit auf jeden Fall gebraucht.

Und es sind nicht nur die jungen Menschen, die sich engagieren, sondern auch weise Staatsmänner großer Mächte wie Chinas Präsident Xi Jinping, der gerade die erste Konferenz zur Globalen Governance-Initiative einberufen hat. Einer der bedeutenden Gäste dieser Konferenz war keine Geringere als die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-Larouche. Das Ziel dieser Initiative ist die Stärkung des Bekenntnisses zur UN-Charta und zu den Grundprinzipien des Völkerrechts – Prinzipien, die der derzeitige US-Präsident für überflüssig hält, während er eine willkürliche Barbarei nach der anderen begeht.

Wird die Aussicht auf ein Dreiertreffen mit Xi und Putin beim bevorstehenden APEC-Gipfel Trump von einer katastrophalen Eskalation gegen den Iran abhalten? Oder kann Netanjahu Trump überreden, nach der Wahl neue, massive Angriffe auf den Iran zu starten? Der abgewählte Kongress wird versuchen, in letzter Minute den Verteidigungshaushalt zu verabschieden, der eine gefährliche, verräterische Fusion der amerikanischen und israelischen Streitkräfte und Geheimdienste vorsieht. Gleichzeitig wird der Abgeordnete Massie wieder einen Antrag auf Absetzung von Kriegsminister Hegseth einbringen.

Die kommenden Wochen erfordern Wachsamkeit und Handeln. Seien Sie kein Zaungast, werden Sie aktiv!

Hintergrund


Inhalt

NEUES PARADIGMA

  • Hintergrund
  • Papst Leo: Russisch-ukrainische Zusammenarbeit in Oleschky ist ein Schritt hin zum Dialog
  • Demonstrationen für Zusammenarbeit jüdischer und arabischer Parteien in Israel
  • Eisenkot erwägt eine jüdisch-arabische Koalition
  • Israelischer Präsident muss sich zwischen Netanjahu und Eisenkot entscheiden

STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR

  • Tucker Carlson warnt: Trump steht unter Druck, Atomwaffen gegen den Iran einzusetzen
  • Trump: „Wir haben ein oder zwei Ziele im Iran, die wir bombardieren müssen“
  • Iran: Verhandlungen mit den USA nur unter sieben Bedingungen
  • Keine Entscheidung über eine Änderung der iranischen Nukleardoktrin
  • Pattsituation in Israel: „Übergangsregierung“ unter Netanjahu
  • Golan und Eisenkot wollen einen Krieg Netanjahus verhindern
  • US-Senator Chris Murphy nach Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert

GESCHICHTE UND KULTUR

  • Astronomie und Halloween

---------------------------

© E.I.R. GmbH 2024. Alle Rechte vorbehalten. Nutzung ausschließlich für den privaten Eigenbedarf. Eine Weiterverwendung und Reproduktion über den persönlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet.

Impressum und Offenlegung| AGB| Datenschutzerklärung