Was ist wahre Macht?
Nach einer elfmonatigen Belagerung verließen am 17. März 1776 120 britische Schiffe mit 11.000 Soldaten und zahlreichen Loyalisten an Bord den Hafen von Boston, unter dem ständigen Blick auf die schweren Kanonen, die General Washington und Henry Knox auf den Dorchester Heights aufgestellt hatten. Das mächtigste Imperium der Welt war von den scheinbar schwächeren Kräften der amerikanischen Kontinentalarmee aus Boston vertrieben worden – ein Beweis dafür, dass letztlich Prinzipien und nicht Gewalt die Geschehnisse der Menschheit bestimmen.
Es ist dringend notwendig, dass in den Vereinigten Staaten der Geist dieses ersten Evacuation Day, das Gefühl des Sieges über den Kolonialismus, wiederhergestellt wird – so wie er sich in den Nationen des Globalen Südens aktiv ausbreitet –, bevor die USA und damit die Welt in einen nuklearen Dritten Weltkrieg hineintaumeln.
Das Gefühl der Besorgnis und Empörung über den illegalen Krieg der USA und Israels gegen den Iran wächst sowohl innerhalb der Vereinigten Staaten als auch außerhalb. In den letzten Tagen schlossen sich Stimmen aus der katholischen Kirche in Europa und den USA Papst Leo XIV. an und verurteilten den illegalen und brutalen Charakter des Krieges. Innerhalb der Trump-Regierung selbst beginnt die Fassade zu bröckeln. Am Dienstag trat Joe Kent, Direktor des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung, zurück und erklärte in seinem Brief an Präsident Trump: „Ich kann den andauernden Krieg im Iran nicht guten Gewissens unterstützen. Der Iran stellte keine unmittelbare Bedrohung für unser Land dar … Ich kann es nicht gutheißen, dass die nächste Generation in einen Krieg geschickt wird, um zu kämpfen und zu sterben, der dem amerikanischen Volk keinen Nutzen bringt und die Kosten in Form von amerikanischen Menschenleben nicht rechtfertigt.“
Die Hysterie als Reaktion auf Kents Rücktritt ist bezeichnend. Trump, der bei seinen Antworten an die Presse wild um sich schlug, bemerkte: „Als ich seine Erklärung las, wurde mir klar, dass es gut ist, dass er weg ist, denn er sagte: ‚Der Iran ist keine Bedrohung‘ … Wenn jemand mit uns zusammenarbeitet, der sagt, er halte den Iran nicht für eine Bedrohung, dann wollen wir solche Leute nicht.“ Die Wahrheit und die Einschätzung der eigenen US-Geheimdienste mögen zur Hölle fahren! Andere, von der Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, bis hin zu Mitgliedern des Kongresses, sowohl Demokraten als auch Republikanern, überschlugen sich geradezu, um Kents Vorgehen zu verurteilen.
Die Panik der Kriegstreiber – und der Epstein-Klasse, aus der sie stammen – nimmt zu, je mehr sich die USA zunehmend isoliert sehen. Trumps Beharren darauf, dass andere Länder bei der Sicherung der Straße von Hormus helfen, stieß auf eine deutliche und nahezu einstimmige Reaktion aus allen Teilen der Welt: „Das ist nicht unser Krieg.“ Auch der Iran hat deutlich gemacht, dass er weder an weiteren Verhandlungen mit den USA noch an einem vorübergehenden Waffenstillstand interessiert ist. „Wir werden diesen Krieg beenden, wenn wir die Garantie haben, dass er sich nicht wiederholt, und das erfordert ein entschiedenes und endgültiges Ende des Krieges“, warnte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am 15. März.
Werfen wir einen Blick auf einen wichtigen Leitartikel der Global Times vom 17. März, der sich damit beschäftigt, wie China zu globalem Frieden und Stabilität beiträgt. „China exportiert keine Krisen, verlagert keine Widersprüche und verlässt sich nicht auf aggressive Taktiken, um Interessen durchzusetzen“, heißt es in dem Kommentar. „Stattdessen konzentriert es sich darauf, seinen eigenen Weg zu stabilisieren und seine eigenen Angelegenheiten gut zu regeln, wodurch es der Welt mehr Sicherheit, mehr Chancen und mehr Vertrauen bietet.“ Ironischerweise war eine solche Außenpolitik, deren Prämisse das Vertrauen in die eigene innenpolitische Entwicklung ist, einst die stolzeste Politik der Vereinigten Staaten, als diese „nicht ins Ausland zogen, um Monster zu vernichten“, sondern stattdessen ein „Leuchtfeuer der Freiheit“ darstellten, um die Welt durch ihre eigene harmonische Entwicklung zu inspirieren, wie es US-Präsident John Quincy Adams so treffend formulierte.
Der Ansatz, die Entwicklung der gesamten Menschheit an erste Stelle zu setzen und dieser die Rolle der einzelnen Nationen unterzuordnen, ist die Handlungsweise, die – da sie im Einklang mit dem Naturrecht steht – die nächste Phase der menschlichen Entwicklung bestimmen muss. Dies ist die Grundlage, auf der Helga Zepp-LaRouche einen dringenden Aufruf an die Nationen gerichtet hat, eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur zu schaffen, die das zusammenbrechende System der Geopolitik ersetzt.
In den Vereinigten Staaten treten die unabhängige Präsidentschaftskandidatin Diane Sare sowie der Kongresskandidat Jose Vega und viele andere an, um zur wahren, antikolonialen Mission der Vereinigten Staaten zurückzukehren. In einer Erklärung mit dem Titel „Plant die Epstein-Klasse einen neuen 11. September, um den Abwurf einer Atombombe zu rechtfertigen?“ schreibt Sare: „Wir finden es tragisch, dass wir im Jahr 2026, wenn unsere Nation eigentlich den 250. Jahrestag unserer Unabhängigkeitserklärung vom Britischen Empire feiern sollte, stattdessen damit drohen, ein nukleares Armageddon und das Ende der Zivilisation herbeizuführen – ganz im Geiste eben jenes Britischen Empire, von dem wir die Welt befreien wollten.“ Ihre Erklärung findet derzeit Unterstützung bei vielen anderen Kandidaten im ganzen Land, und Sare und Gleichgesinnte werden am Mittwoch, dem 18. März, eine Pressekonferenz abhalten, um weitere US-Whistleblower dazu aufzurufen, sich zu Wort zu melden.
Wie sich am 17. März 1776 gezeigt hat und wie es das aufkeimende, neue antikoloniale Paradigma beweist, das sich derzeit weltweit durchsetzt, ist es die „schwache Kraft“ der Prinzipien, die die Macht im Universum ausübt, nicht die Pyrrhus-Macht der Stärkeren. Jeder von uns sollte jetzt hervortreten und in diesem Geiste handeln; dann können wir vielleicht dafür sorgen, dass die imperiale Macht endgültig von der Bühne der Menschheitsgeschichte verschwindet.
Inhalt
LAROUCHE-BEWEGUNG
- Pressekonferenz: Aufruf an weitere US-Whistleblower, sich zu melden!
STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR
- Joe Kents überraschender Rücktritt wegen des Iran-Kriegs
- Hysterie um Kents Rücktritt zeigt die Fragilität der Iran-Kriegspolitik
- EU: Das ist nicht unser Krieg…
- Trumps China-Besuch wahrscheinlich verschoben
- Israel ermordet Irans Sicherheitschef in einem Enthauptungsschlag
- War Hegseths „Gnadenlos“-Erklärung ein Kriegsverbrechen?
NEUES PARADIGMA
- Wie China zu Weltfrieden und Stabilität beiträgt
- „Wissenschaftler für den Frieden“: Vatikanische Akademie ruft weltweit zum Handeln auf
ZUSAMMENBRECHENDES IMPERIALES SYSTEM
- Bundesregierung zweckentfremdet für Infrastrukturprojekte vorgesehene Mittel