Manche würden das „imperiale Überdehnung“ nennen
In den ersten zehn Tagen des Jahres 2026 haben die USA unter Präsident Donald Trump Venezuela, Syrien, Somalia, Nigeria, Kolumbien, Kuba, Iran, Grönland und den US-Staat Minnesota militärisch angegriffen oder mit einem Angriff gedroht. Washington war auch an Kiews Versuch am 29. Dezember beteiligt, mit 91 Drohnen den russischen Präsidenten Putin zu ermorden – woraufhin Russland zum zweiten Mal seine furchterregende Hyperschall-Rakete Oreschnik einsetzte. Zudem hat Trump Pläne angekündigt, das jährliche US-Militärbudget um 50 Prozent von 1 Billion Dollar auf 1,5 Billionen Dollar zu erhöhen.
Es gibt einen Begriff dafür: imperiale Überdehnung.
Washingtons Kampagne von „Schacht’scher Furcht und Schrecklichkeit“ ist mörderisch und gefährlich, sie steht aber auf tönernen Füßen. Genauer gesagt, auf zwei tönernen Füßen.
Erstens ist das westliche Finanzsystem um die Londoner City mehr als bankrott. Auf seinen Kollaps 2008, als sich die globalen Finanzinstrumente (einschließlich Derivate) auf etwa 1,5 Billiarden Dollar beliefen, reagierte dieses System nicht etwa mit dem Versuch, das zugrunde liegende Problem zu lösen, sondern mit einer weiteren Aufblähung der Spekulationsblase auf heute 2,1 Billiarden Dollar – eine Steigerung um 40 Prozent.
Der einzige „Plan“ der westlichen Finanzelite gegen den bevorstehenden Systemzusammenbruch ist ein Rückgriff auf die altbekannten Methoden von Hjalmar Schacht, Adolf Hitlers Zentralbanker. Tatsächlich wurde Schacht von den Bankern der Londoner City ausgewählt und eingesetzt, und der Plan war damals wie heute, die Rüstungsausgaben massiv zu erhöhen und das Militär in Eroberungs- und Plünderungskriegen einzusetzen (bis hin zu Auschwitz-Methoden), um so zu versuchen, das Krebsgeschwür der Spekulationsblase zu retten.
Das wird nicht funktionieren. Das Dollar-basierte Finanzsystem steht so oder so kurz vor dem erneuten Kollaps, der ihre Machtbasis in der Weltwirtschaft zerstören wird. Werden die Mehrheit der Nationen und Völker auf diesen Kollaps mit der Einführung eines neuen Finanzsystems reagieren, das wirtschaftliche Entwicklung sicherstellt? Werden Amerikaner und Europäer erkennen, dass es in ihrem eigenen Interesse liegt, die Wall Street und die City of London einer Insolvenzsanierung zu unterziehen, das 2,1 Billiarden Dollar große Krebsgeschwür einzufrieren und sich der wachsenden globalen Alternative für Gemeinwohl und große Infrastrukturprojekte anzuschließen?
Es ist nicht garantiert, aber es ist eine realistische Option!
Der zweite Schwachpunkt ist das Menschenbild hinter dieser imperialen Überdehnung. Sie wollen die Welt davon überzeugen, dass der britische Philosoph Thomas Hobbes Recht hatte: dass der Mensch bloß ein Tier sei und der natürliche Zustand der Gesellschaft ein „Krieg aller gegen alle“. Und was besonders wichtig ist, Hobbes behauptete weiter: „Aus diesem Krieg aller gegen alle folgt auch, dass nichts ungerecht sein kann. Die Begriffe von Recht und Unrecht, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit haben dort keinen Platz. Wo es keine gemeinsame Macht gibt, gibt es kein Gesetz, wo es kein Gesetz gibt, gibt es kein Unrecht. Gewalt und Betrug sind im Krieg die Kardinaltugenden.“ Deshalb bräuchten die Menschen einen „Leviathan“, der mit roher Gewalt und Terror Ordnung schafft.
Ganz in Anlehnung an Hobbes erklärte der Vize-Stabschef für Politik im Weißen Haus, Stephen Miller, in einem Interview mit CNN am 5. Januar: „Wir leben in einer Welt, die von Stärke, Gewalt und Macht regiert wird. Das sind die eisernen Gesetze der Welt, die seit Anbeginn der Zeit existieren.“
Schlimmer noch, der Hausherr des Weißen Hauses, US-Präsident Donald Trump, sagte am 8. Januar gegenüber der New York Times, das Einzige, was seine globale Macht potentiell einschränken könnte, sei „meine eigene Moral. Mein eigener Verstand. Das ist das Einzige, was mich aufhalten kann… Ich brauche kein Völkerrecht.“
Aber ist Hobbes‘ satanisches Bild des Menschen und der Gesellschaft wahr? Steht es im Einklang mit den bekannten Gesetzen des physikalischen Universums?
Die Goldene Renaissance des 15. Jahrhunderts hat das Gegenteil bewiesen, ebenso wie die deutsche Klassik des 18./19. Jahrhunderts und die Amerikanische Revolution. In diesem Jahr, mit dem 250. Jahrestag der dortigen Revolution, hat das überdehnte, kollabierende Empire um London wieder sehr viel zu fürchten – wenn wir entsprechend organisieren!
Inhalt
STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR
- Trump kündigt an, dass Kuba als Nächstes dran ist
- Rubio und Netanjahu drängen Trump zu Intervention im Iran
- Ungarischer Außenminister: Großbritannien und Frankreich könnten mit einem Krieg ganz Europa in Flammen setzen
- Bewaffnete Provokateure im Iran töten Zivilisten und Beamte
- Iranischer Präsident ruft zu Demonstrationen zur Rettung von Landwirtschaft und Industrie auf
- US-Außenministerium ruft ihre Bürger auf, Venezuela sofort zu verlassen
- USA greifen Syrien an, Israel den Libanon
- Israelis protestieren gegen Netanjahus Vertuschung des 7. Oktober und seine Justizreform
- Anführerin der Geiselfamilien gründet Bürgerbewegung gegen Netanjahus Herrschaft
USA UND KANADA
- Trump spricht über seine Optionen für eine Eroberung Grönlands