Einladung zu einem Dringlichkeits-Roundtable

Einladung zu einem Dringlichkeits-Roundtable

Montag, 12. Januar, um 16 Uhr Livestream auf YouTubein englischer Sprache mit spanischer, französischer und deutscher Simultanübersetzung über Zoom.

Schlimmer als gedacht: Die strategischen Auswirkungen des Angriffs auf Venezuela – die Welt vor dem Abgrund retten

Was die Welt am 3. Januar 2026 miterlebte – der militärische Angriff der USA auf Venezuela und die Entführung von Präsident Nicolás Maduro und seiner Frau Cilia Flores – ist nicht nur eine Rückkehr zu Teddy Roosevelts „Kanonenbootdiplomatie“ und Großmachpolitik. Es geht nicht nur um den Diebstahl von Venezuelas Öl. Es geht sogar um noch mehr als die ausdrückliche Drohung, Mexiko, Kolumbien, Kuba, Brasilien, den Iran – und viele andere Länder – ebenso zu attackieren, wenn sie sich nicht der Wall Street und der City of London unterwerfen.

Die Ereignisse in Venezuela müssen im Zusammenhang mit dem massiven Drohnenangriff der Ukraine auf die Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin in der Region Nowgorod am 29. Dezember gesehen werden, bei dem Präsident Putin umgebracht werden sollte. Der Angriff war ein offener Versuch, einen „Enthauptungsschlag“ gegen Russland zu führen, der schnell zu einem ausgewachsenen Atomkrieg hätte eskalieren können.

Diese Ereignisse zusammengenommen markieren einen dramatischen Phasenwechsel in der globalen strategischen Situation: den Plan, die Ära des Völkerrechts, der Achtung der nationalen Souveränität und der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten sowie der in der UN-Charta niedergelegten Grundsätze abrupt zu beenden. Die Welt soll vollends in eine Ära der Bestialität absinken, in Thomas Hobbes' „Krieg eines jeden gegen jeden“, in dem ein globaler „Leviathan“ seinen Willen durchsetzt – um so das bankrotte transatlantische Systems zu erhalten, dessen 2 Billiarden Dollar schwere Spekulationsblase zu platzen droht.

Der stellvertretende Stabschef für Politik im Weißen Haus, Stephen Miller, hat in einem Interview mit CNN am 5. Januar dieses gefährliche Konzept von Mensch und Gesellschaft nachdrücklich verteidigt: "Wir leben in einer Welt, die von Stärke regiert wird, die von Gewalt regiert wird, die von Macht regiert wird. Das sind die eisernen Gesetze der Welt, die seit Anbeginn der Zeit gelten."

Ein Leitartikel in der halbamtlichen chinesischen Tageszeitung Global Times vom 6. Januar gab eine klare Antwort: „Die überwältigende Mehrheit der Länder ist nicht bereit, in einen internationalen Hobbesschen Dschungel zurückzukehren, in dem das Gesetz des Stärkeren über den Schwächeren herrscht.“

Es war der britische Geheimdienstler und „Philosoph“ Thomas Hobbes, der 1651 mit seinem Werk Leviathan berühmt wurde, worin es heißt: "Daraus ergibt sich klar, dass die Menschen während der Zeit, in der sie ohne eine allgemeine, sie alle im Zaum haltende Macht [Leviathan] leben, sich in einem Zustand befinden, der Krieg genannt wird, und zwar in einem Krieg eines jeden gegen jeden... Eine weitere Folge dieses Krieges eines jeden gegen jeden ist, dass nichts ungerecht sein kann. Die Begriffe von Recht und Unrecht, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit haben hier keinen Platz.“

Soll dieses Konzept die Menschen und die Gesellschaft in Zukunft beherrschen? Hat US-Präsident Donald Trump mit seinem dreisten Angriff auf Venezuela gleichzeitig jede Aussicht auf eine kooperative Beziehung zu Russland und China zerstört? Genau das wäre die Absicht Londons, und das ist die entscheidende strategische Frage, die sich heute stellt.

Oder ist die Menschheit nicht die einzige bisher bekannte schöpferische Spezies, die ihre Angelegenheiten mit Vernunft regeln kann, die auf Grundlage der Förderung des allgemeinen Wohlergehens und des Wohls der anderen gedeihen kann? Können wir nicht eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur entwickeln, ein neues Paradigma, das der Würde des Menschen gerecht wird?

Nehmen Sie an der Diskussion über diese Fragen im Rahmen des EIR-Roundtable-Dialogs am Montag, dem 12. Januar, von 16-18 Uhr teil, mit Simultanübersetzung in Englisch, Spanisch, Französisch und Deutsch.

Englisch: YouTube https://www.youtube.com/live/nj1xmBNdrIs

Spanisch, Deutsch und Französisch sind auf Zoom verfügbar: https://us02web.zoom.us/j/89446605109

Zu den Podiumsteilnehmern gehören u.a.:

  • Helga Zepp-LaRouche (Deutschland): Gründerin, Schiller-Institut
  • Prof. Zhang Weiwei (China): Professor für Internationale Beziehungen an der Fudan Universität, Shanghai
  • Botschafter Chas Freeman (USA): ehemaliger Botschafter in Saudi-Arabien, ehemaliger stellvertretender Verteidigungsminister für internationale Sicherheitsfragen, China-Forscher
  • S.E. Donald Ramotar (Guyana): ehemaliger Präsident von Guyana (2011-2015)
  • María de los Angeles Huerta (Mexiko): ehemalige Kongressabgeordnete
  • H.C. von Sponeck (Deutschland): ehemaliger stellvertretender UN-Generalsekretär
  • Dennis Small (U.S.): EIR Ibero-Amerika-Redakteur
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