Axiome für Konflikte werden niemals Frieden zulassen
Die erste Woche des neuen Jahres hat eine erschreckende Demonstration kriegerischen Irrsinns im transatlantischen Raum aufgezeigt und die Weltgemeinschaft alarmiert, sich für Vernunft und Moral einzusetzen.
Im Westatlantik folgte auf die Invasion Venezuelas durch die Vereinigten Staaten am 3. Januar die Ankündigung weiterer Machtkämpfe für die gesamte Hemisphäre. Dazu gehört unter anderem die Erklärung, dass US-Ölkonzerne die Kontrolle über die Ölvorkommen Venezuelas übernehmen und die Vereinigten Staaten Grönland erwerben werden. Ende dieser Woche werden Führungskräfte von Ölkonzernen wie Chevron, Exxon, Conoco und anderen an einer Energiekonferenz von Goldman Sachs teilnehmen und sich zu diesem Projekt mit dem US-Energieminister Christopher Wright und anderen treffen. US-Präsident Donald Trump hat in den letzten 24 Stunden sein Team für die wirtschaftlichen und politischen Angelegenheiten Venezuelas bekannt gegeben: Außenminister Marco Rubio wird das Quartett leiten, dem außerdem Vizepräsident J. D. Vance, Trumps stellvertretender Stabschef für Politik Stephen Miller und Verteidigungsminister Pete Hegseth (er bevorzugt den Titel Kriegsminister) angehören. Trump hat die Möglichkeit ins Spiel gebracht, den Ölkonzernen Subventionen der US-Regierung zu gewähren.
Zur Übernahme Grönlands durch die USA erklärte der Pressesprecher des Weißen Hauses am 6. Januar, es gebe eine „Reihe von Optionen“, wie die USA vorgehen werden. Stephen Miller wiederholte gestern Abend in einem CNN-Interview, Trump sage seit Monaten, die Vereinigten Staaten müssten Grönland haben, und fügte hinzu, dass es auch geschehen werde. Er sagte, die Vereinigten Staaten seien in der heutigen „Welt der Supermächte“ die „führende Supermacht“.
Am 6. Januar kam es in Europa zu einer weiteren Show des Wahnsinns. Der französische Präsident Emmanuel Macron war Gastgeber der Koalition der Willigen zum Thema Sicherheit für die Ukraine, sobald ein Waffenstillstand bzw. Frieden in Kraft ist. Aus den Vereinigten Staaten nahmen die Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner persönlich teil, zusammen mit dem amtierenden ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskij, dem britischen Premierminister Keir Starmer und mehreren anderen Staats- und Regierungschefs aus etwa 30 Nationen, die sowohl persönlich als auch per Video zugegen waren. Am Abend gaben Starmer und Macron ihre gemeinsame Vereinbarung bekannt, britische und französische Streitkräfte in die Ukraine zu entsenden, sobald ein Waffenstillstand verkündet wird. Starmer äußerte sich gegenüber den Medien über die Einrichtung von Militärzentren und andere Details. Zu welchem Zweck? Um für einen Angriff Russlands gewappnet zu sein, erklärte Starmer ausdrücklich. Es versteht sich von selbst, dass diese Notfallpläne für Russland völlig inakzeptabel sind und somit keineswegs „Sicherheit“ bieten.
Allen diesen perversen Handlungen und Vereinbarungen ist gemein, dass sie auf fortwährende Ungerechtigkeit und Konflikte ausgerichtet sind. Dies birgt im Zeitalter der Atombombe die Gefahr einer Eskalation bis hin zur vollständigen Auslöschung der Menschheit. Zwar gibt es Spannungen und Risse innerhalb dieser Gruppe, doch die Gefahr bleibt bestehen. Am 6. Januar schlossen sich sechs weitere NATO-Staaten – Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen, Deutschland und Spanien – dem NATO-Mitglied Dänemark an, um ihre Ablehnung gegenüber den Absichten der Vereinigten Staaten zu bekunden, Grönland zu übernehmen.
Es ist dringend notwendig, dass Stimmen der Vernunft laut werden und sich für positive Beziehungen, Frieden und eine Zukunft einsetzen. Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum gab am 5. Januar eine mutige Erklärung ab. Darin verteidigte sie die nationale Souveränität gegen Angriffe wie die US-Invasion in Venezuela und nahm dabei Bezug auf den ersten US-Präsidenten, General George Washington. Sie sagte: „Einseitige Maßnahmen und Invasionen können nicht die Grundlage für internationale Beziehungen im 21. Jahrhundert sein. Sie führen weder zu Frieden noch zu Entwicklung. Im Jahr 1796 forderte George Washington guten Glauben und Gerechtigkeit gegenüber allen Nationen, um Frieden und Harmonie für alle zu fördern.“
Um die Ukraine-Krise zu lösen, muss es einen neuen sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Rahmen geben, der die Interessen aller Nationen und Völker respektiert. Einen solchen Ansatz hat Helga Zepp-LaRouche, die Vorsitzende des Schiller-Instituts, 2022 in ihren „Zehn Prinzipien für eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur“ zur Diskussion gestellt.
Als Sofortmaßnahme veröffentlichte die Internationale Friedenskoalition nach Beratungen am 6. Januar eine Erklärung mit der Überschrift „Erklärung der Internationalen Friedenskoalition: Appell an das amerikanische Volk, an Präsident Trump und an den Kongress!“.
Der Schwerpunkt liegt auf der Notwendigkeit, die Stationierung von US-Langstreckenraketen in Deutschland zu stoppen. Eine Unterschriftenseite ist jetzt verfügbar.
Bemerkenswert ist, dass eine der Unterzeichnerinnen, Diane Sare aus New York, am 10. Januar in New York City bei einer Veranstaltung ihre Kandidatur für die US-Präsidentschaft persönlich und online bekannt geben wird.
Inhalt
NEUES PARADIGMA
- Mexikanische Präsidentin weigert sich, den Drohungen der USA nachzugeben
- Brasilien verstärkt Widerstand gegen Trumps Bombardierung von Venezuela
- Erdogan sagt Trump, dass die Militäroperation in Venezuela gegen das Völkerrecht verstößt
STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR
- Großbritannien und Frankreich versprechen Truppenentsendung in die Ukraine
- Offener Brief fordert Beendigung des Ukraine-Konflikts und Schaffung einer globalen Sicherheitsarchitektur
- Chefstratege des Weißen Hauses: Welt wird von Stärke, Gewalt und Macht regiert
- Zelenskijs neue Wirtschaftsberaterin Christia Freeland ist Expertin für die Vertuschung von Nazis
WISSENSCHAFT UND TECHNOLOGIE
- US-Gesundheitsbehörde CDC streicht Impfempfehlungen
ZUSAMMENBRUCH DES IMPERIALEN SYSTEMS
- Bereiten sich die USA auf die Beschlagnahmung eines russischen Tankers vor?
- Trump: US-Ölfirmen könnten Subventionen für den Wiederaufbau in Venezuela erhalten