Sacharowa warnt vor der Gefahr einer nuklearen Eskalation des Ukraine-Konflikts
In den letzten Tagen wurden von verschiedenen Stellen der russischen Regierung zahlreiche Warnungen ausgesprochen, darunter auch von Präsident Wladimir Putin selbst. Grundlage hierfür waren eindeutige Berichte des russischen Auslandsgeheimdienstes, denen zufolge die „Koalition der Willigen“ Vorbereitungen treffe, um der Ukraine Atomwaffen für den Einsatz gegen Russland zur Verfügung zu stellen. Ein solcher Schritt würde eindeutig eine nukleare Reaktion Russlands auslösen. Die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, sandte gestern eine letzte Warnung, in der sie die Kräfte der Vernunft im Westen aufforderte, schnell zu handeln, um eine nukleare Eskalation dieses Konflikts zu verhindern.
In ihrer Erklärung sagte Sacharowa: „Diese gemeldeten Pläne fallen auf fruchtbaren Boden. Es gibt zahlreiche Belege für die nuklearen Ambitionen Kiews. Man denke nur an die Äußerungen von Wladimir Selenskij auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2022, in denen er seine Bereitschaft zum Ausdruck brachte, den nichtnuklearen Status der Ukraine zu überdenken, sowie an seine nachfolgenden, ebenso provokativen Äußerungen zu diesem Thema. Auch unter ukrainischen Abgeordneten und Beamten mangelt es nicht an Spekulationen über die Rückgabe von Atomwaffen an die Ukraine – Waffen, auf die das Land bei seinem Beitritt zum Atomwaffensperrvertrag angeblich ‚leichtsinnig‘ verzichtet hat – oder über die Stationierung amerikanischer Atomwaffen auf ukrainischem Boden.
Die Position Russlands in dieser Frage ist unerschütterlich und eindeutig. Wir haben wiederholt erklärt, dass jegliche Versuche, den nichtnuklearen Status der Ukraine zu überdenken, geschweige denn dem zutiefst antirussischen Regime in Kiew den Erwerb von Atomwaffen zu ermöglichen, kategorisch inakzeptabel sind. Jeder Schritt, der Kiew dabei unterstützt, militärische Nuklearkapazitäten zu erwerben, wird von uns als Versuch interpretiert, eine direkte und kritische Bedrohung für die Sicherheit unseres Landes darzustellen – und wird unweigerlich eine entschlossene Reaktion nach sich ziehen. Angesichts der antirussischen Rhetorik und Handlungen bestimmter europäischer Staats- und Regierungschefs, welche die vom Westen provozierte Konfrontation um die Ukraine-Krise weiter anheizen, warnen wir erneut vor den Risiken eines direkten militärischen Konflikts zwischen Atommächten und dessen potenziell katastrophalen Folgen.
London und Paris hegen diese gefährlichen Pläne im Vorfeld der für April dieses Jahres geplanten Überprüfungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrags. Wir sind überzeugt, dass die teilnehmenden Staaten dieser ungeheuerlichen Entwicklung größte Aufmerksamkeit schenken müssen, da sie sich unmittelbar auf die Funktionsfähigkeit und Integrität des Vertrags auswirkt“, erklärte sie.
Abschließend forderte sie die vernünftigen Kräfte im Westen auf, schnell zu reagieren: „Wir haben sofort intensive Bemühungen zu diesem Thema auf allen relevanten multilateralen Plattformen aufgenommen und die Teilnehmer sowie die Führung der zuständigen internationalen Organisationen aufgefordert, den britischen und französischen Behörden, die derzeit von einer antirussischen Gesinnung geleitet werden, die Notwendigkeit von Zurückhaltung eindringlich zu vermitteln. Die Auswirkungen dieses rücksichtslosen Kurses bedrohen weit mehr als nur die Sicherheit Russlands.“
Inhalt
STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR
- Russische Geheimdienste warnen vor EU-Plänen zur Verlegung von Atomwaffen in die Ukraine
- Iranischer Außenminister: „Wir haben eine historische Chance, wenn der Diplomatie Vorrang eingeräumt wird“
- Trumps oberster Militärberater ist angeblich besorgt über die Risiken eines Angriffs auf den Iran
- Trump dementiert Berichte, wonach Caine Zweifel an einem Krieg gegen den Iran habe
- Putin fordert verstärkte Anti-Terror-Maßnahmen in Russland
- Britischer Verteidigungsminister will britische Truppen in die Ukraine entsenden
LAROUCHE-BEWEGUNG
- Helga Zepp-LaRouche führt heute ein Interview mit Larry Johnson
NEUES PARADIGMA
- Ist ein russischer Öltanker auf dem Weg nach Kuba?
- Ein Besuch von Merz in China könnte die Dynamik in den chinesisch-deutschen Beziehungen verändern
- Enthüllungen über grüne Epstein-Geheimdienst-Netzwerke in Deutschland
ZUSAMMENBRECHENDES IMPERIALES SYSTEM
- „Ist uns alles erlaubt?“
- Jamie Dimon erwägt die Möglichkeit einer weiteren Finanzkrise wie 2008