Neuer Namen für Frieden
In einem Interview mit Pawel Sarubin für die Website des Kreml-Fernsehens am Samstag machte der russische Präsident Wladimir Putin unmissverständlich deutlich, dass er versteht, dass der Krieg, der auf den „Zusammenbruch“ der russischen Wirtschaft abzielt, von den NATO-Staaten gewollt und organisiert ist – mit anderen Worten, dass daraus ein Weltkrieg werden kann, in dem die souveräne Existenz Russlands auf dem Spiel steht. Das übergeordnete Ziel sei es, Russland zum Zusammenbruch zu bringen – „etwas, wovon sie schon lange träumen und worüber sie ständig sprechen“, so Putin –, aber Russlands Entschlossenheit werde das nicht zulassen. Vielmehr greife Russland im Gegenzug die Kriegsplaner selbst und die Ukraine als deren Stellvertreter an.
Die Entscheidung Russlands, seinen prominenten Botschafter Andrej Kelin aus London abzuberufen, ohne einen Nachfolger zu benennen, ist ein klarer Beweis dafür, dass Putins Regierung weiß, welche westliche Regierung derzeit alles daran setzt, den erträumten Zusammenbruch Russlands herbeizuführen, und bereit ist, dafür einen großen Krieg zwischen der NATO und Russland zu riskieren.
Die Bereitschaft, den katholischen Erzbischof Paul Richard Gallagher zu Treffen und Gesprächen nach Moskau einzuladen, zeigt eine russische Offenheit für eine Friedensinitiative, die vom Vatikan ausgehen könnte, wozu das Schiller-Institut und viele prominente Friedensaktivisten Papst Leo XIV. aufrufen. Interessanterweise ist gerade ein Foto aus alten Pax Christi-Archiven aufgetaucht, das den späteren Papst in jungen Jahren zeigt, wie er 1983 in Italien für den Abzug der Pershing- und SS-20-Raketen demonstrierte, die damals ganz konkret die Gefahr eines Atomkriegs in Europa heraufbeschworen.
Und drei neue Artikel von TASS vom Sonntag über Diane Sares unabhängige US-Präsidentschaftskandidatur – wo sie sich in einem als Schülerin von Lyndon LaRouche bezeichnet –, zeigen an, dass die „LaRouche-Karte“ für Frieden und souveräne Zusammenarbeit zwischen Amerika und Russland ausgespielt wird. Sare führt landesweit Wahlkampf und findet internationale Beachtung – ähnlich wie zuvor der Kongresskandidat Jose Vega –, und sie weiß genau, was einem russischen Publikum über die Geschehnisse in den USA gesagt werden muss, wenn es eine Chance auf Frieden geben soll.
Unter anderem sprach Sare gegenüber TASS über große Infrastrukturprojekte wie die der chinesischen Gürtel- und Straßen-Initiative (BRI). Sie betonte: „Eine Zusammenarbeit mit Russland bei Projekten von gemeinsamem Interesse, wie dem Beringstraßen-Tunnel oder der Weltraumforschung, könnte sehr vorteilhaft sein.“ Eine neue, umfassende und von Fachkollegen begutachtete Studie über Chinas BRI, die Fortschritte von 197 Nationen im Zeitraum von 2000 bis 2023 vergleicht, kommt zu dem Ergebnis, dass die BRI die wirtschaftliche Produktivität und die politische Stabilität in den teilnehmenden Ländern verbessert hat.
Dem Schiller-Institut bietet sich nun eine großartige Gelegenheit, der neuen Chance für den Frieden Schwung zu verleihen – durch die weitere Verbreitung des internationalen Briefes an Papst Leo und durch die Mobilisierung eines großen Publikums für das Beethoven-Konzert am 11. September zum 25. Jahrestag der Angriffe vom 11. September 2001. Diane Sare, über die TASS als kluge Schülerin von Lyndon LaRouche berichtet, ist auch Gründerin des New Yorker Chors des Schiller-Instituts, der dieses Konzert veranstaltet und der 2014 gegründet wurde, um zu helfen, den inneren Frieden in der Stadt New York wiederherzustellen. Bedenken wir, dass Beethoven sich einmal selbst als einen „neuen Namen für den Frieden“ bezeichnet hat.
Inhalt
STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR
- Russland ruft seinen Botschafter aus Großbritannien ab
- Folgen der ukrainischen Drohnenkampagne gegen russische Raffinerien
- Ein verzweifelter Trump „könnte sich immer mehr auf Krieg verlegen“
- Papst Leo war 1983 Teilnehmer einer Kundgebung in Italien gegen Pershing-II-Raketen
- Bundesregierung im Rüstungswahn: Raketen für 12 Milliarden Euro
NEUES PARADIGMA
- Eine neue Sicherheitsarchitektur für Südwestasien?
- Studie zur Neuen Seidenstraße belegt die positiven Ergebnisse
- TASS veröffentlicht drei neue Artikel über die Präsidentschaftskandidatin Diane Sare
ZUSAMMENBRUCH DES IMPERIALEN SYSTEMS
- Kiew: Korruption nicht bekämpfen, sondern systematisieren
USA UND KANADA
- Trumps Syrien-Sonderbeauftragter kritisiert Israels Angriff auf Syrien