Für eine Kultur der Hoffnung

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Für eine Kultur der Hoffnung
Photo by Sergio García / Unsplash

Entgegen der vorherrschenden politischen Wahrnehmung ist es nicht nur möglich, sondern auch notwendig, dass sich die Macht der Vernunft gegen den kriminellen Wahnsinn der Epstein-Klasse durchsetzt. Ob in Brasilien, Spanien, Frankreich oder den Vereinigten Staaten: Wo eine große Idee auf eine edle Absicht trifft – oft durch eine einzelne Persönlichkeit verkörpert‘manchmal durch einen Papst, manchmal durch eine 87-jährige Rentnerin –, entsteht das Potenzial für eine Kultur der Hoffnung und somit für eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur. Dieses Potenzial muss gefördert werden. Ein herausragendes Beispiel dafür ist das Treffen, zu dem Papst Leo XIV. Ende Oktober in Assisi einlädt, um einen Dialog für den Frieden zu führen.

Staatskunst ist kein Unterhaltungsprogramm. Die Menschheit aus ihrer jahrhundertelangen kolonialistischen Tragödie herauszuführen – durch die Zusammenarbeit von Nationen und Zivilisationen statt durch Hegemonismus – lässt sich nicht von Schaumschlägern, Handlangern, Jasagern oder Auftragskillern bewerkstelligen. Staatskunst kann nur von Menschen betrieben werden, die daran glauben, dass die Menschheit gemeinsam vorankommen kann und muss.

US-Präsident Abraham Lincoln (1809–1865), der vor seinem Kriegskabinett regelmäßig Passagen aus Shakespeares Tragödien zitierte, verstand etwas von Staatskunst. Lincoln wusste damals, dass die Vereinigten Staaten – wie heute erneut – in einer tragischen Sackgasse steckten, aus der sie rapide ins Chaos abgleiten konnten. Er wusste auch, dass sein Land eine Republik und keine Demokratie war. Und er wusste, dass die Kraft von Shakespeares Ideen, verbunden mit dem Versprechen der Verfassung und der Unabhängigkeitserklärung, die Menschen über ihre tragischen Denkmuster erheben konnte.

Heute wird der heraufziehende Sturm eines Weltkriegs am Horizont der ahnungslosen transatlantischen Welt immer sichtbarer, auch wenn dies von den „etablierten Medien“ und anderen Uninformierten bestritten wird. Die Kriege müssen jetzt beendet werden, bevor die Menschheit sich selbst vernichtet. Junge Menschen in der transatlantischen Hemisphäre – in Spanien, Frankreich und Brasilien – sehen das klarer. Sie erkennen die gefährliche Zukunft, die unmittelbar bevorsteht. Auch wenn ihnen die Lösung vielleicht noch nicht bekannt ist, wissen sie, dass eine Lösung gefunden werden muss, sonst ist alles verloren.

Die Lösung erfordert eine Entscheidung zwischen zwei Menschenbildern: dem humanistischen Menschenbild und dem Menschenbild Hegseths. Der inzwischen verworfene Vorschlag des selbsternannten „Kriegsministers“ Hegseth, den ehemaligen US-Armeepsychiater Nidal Hasan öffentlich hinzurichten und die Hinrichtung live zu übertragen, erinnert zumindest an die Lynchpartys im amerikanischen Süden der 1920er Jahre.

Die geistigen Brüder von Hegseth in der City of London, die „britischen Kreuzritter“ gegen Russland, zu denen sich Selenskij nach der Vereinbarung zwischen Putin und Trump über Dieselkraftstoff geflüchtet hat, beginnen inzwischen einzuräumen, dass der Stellvertreterkrieg der NATO in der Ukraine nicht mehr zu gewinnen ist. Ein Artikel des Londoner Daily Telegraph von dessen Korrespondent Roland Oliphant trägt den Titel „Warum Russland glaubt, die Ukraine in diesem Winter endgültig niederwerfen zu können“. Der Untertitel lautet: „Putin hat seine Angriffe auf Kiew verstärkt, wodurch sich die Hauptstadt wie eine Stadt an der Front anfühlt, und hat ein Wettrüsten ausgelöst, mit dem der Westen nicht mithalten kann.“

Die jüngsten Maßnahmen der Trump-Regierung in Bezug auf die Ukraine hätten bereits im Februar oder März 2025 umgesetzt werden können. Dazu wäre allerdings ein Bruch mit der britischen Krone erforderlich gewesen, zu dem es nicht kam. Warum? Die Spuren dieses Problems zeigen sich darin, wie Trump sich abmühte, die Freigabe der sogenannten „Epstein-Akten“ zu verhindern, die richtigerweise „Maxwell-Epstein-Akten“ hätte heißen müssen. Der verheerende Angriff der Vereinigten Staaten auf iranische Nuklearanlagen am 21. Juni 2025, trotz der Einwände von Trumps engsten Unterstützern, erfüllte de facto eine Forderung des damaligen britischen Botschafters Sir Kim Darroch von 2019 – einen Mann, den Trump zutiefst verachtete.

Die Kombination dieser beiden Kriege hat die Welt an den Rand eines thermonuklearen Krieges gebracht. Russische Amtsträger machen deutlich, dass sie keinen Grund sehen, überhaupt noch mit Europa zu sprechen. Doch in einer thermonuklear bewaffneten Welt ist niemand sicher, solange die wirtschaftliche Ungerechtigkeit gegenüber der Menschheit nicht behoben wird – und zwar durch eine Zusammenarbeit von Russland, China, den Vereinigten Staaten und den BRICS-Staaten.

In den USA bedarf es dafür einer Führungspersönlichkeit vom Format Lincolns, John Quincy Adams’ oder Franklin D. Roosevelts. Gegenwärtig ist deshalb die unabhängige Präsidentschaftskandidatin Diane Sare unverzichtbar. Als langjährige Weggefährtin des verstorbenen Ökonomen, Staatsmannes und achtmaligen Präsidentschaftskandidaten Lyndon LaRouche weiß Sare genau, was er mit folgender Aussage in seinem Artikel „The Toynbee Factor in British Grand Strategy“ meinte: „Es ist nicht nur ein Fehler, sondern der gefährlichste Fehler, den eine Republik begehen kann, anzunehmen, dass die unmittelbar sichtbaren Konflikte zwischen Nationen zwangsläufig die entscheidenden Fragen des tatsächlich stattfindenden Konflikts in sich tragen … Genau an diesem Punkt haben uns die Briten in der Nachkriegszeit aufgrund unserer ideologischen Selbsttäuschung in Richtung Abgrund getrieben.“

Ein amerikanischer Präsident darf sich nicht von britischen Interessen in einen Krieg hineinziehen lassen. Im amerikanischen Präsidentenamt kann man nicht zugleich Mitglied oder Diener der Epstein-Klasse und ein wirksamer Vertreter der Menschheit sein.

Die „Zehn Prinzipien für eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur“ sowie das wöchentliche Symposium der Internationalen Friedenskoalition sind die Instrumente, mit denen sich eine Kultur der Hoffnung entwickeln lässt. Junge Menschen können diese Instrumente aufgreifen, um jene Regierungen zu schaffen, die in der nahen Zukunft erforderlich sind, damit die Menschheit überleben kann.


Inhalt

KOLLABIERENDES IMPERIALES SYSTEM

  • Selenskij fordert Präsident Trump unmittelbar heraus, warnt Lawrow

STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR

  • Iran soll darauf abzielen, die Ölpreise hochzuhalten, um Trump zu vereiteln
  • Huthis drohen damit, saudische Flughäfen und Ölanlagen weiter anzugreifen

NEUES PARADIGMA

  • Lawrow und Wang Yi erörtern die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten
  • Ständiger Beobachter des Vatikans bei den Vereinten Nationen fordert Abrüstung und Entwicklung
  • Unregierbarkeit in der Praxis: Die Lage in Berlin
  • Argentinische Polizei geht brutal gegen Demonstration für die Finanzierung öffentlicher Universitäten vor
  • Plant Netanjahu einen größeren Krieg am Horn von Afrika?

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