Frieden erfordert echte, nicht künstliche Intelligenz

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Frieden erfordert echte, nicht künstliche Intelligenz
Photo by Stephen Cobb / Unsplash

500 Jahre kolonialer und imperialer Herrschaft mit all den damit einhergehenden Praktiken der Vorherrschaft kommen jetzt auf die eine oder andere Weise an ihr Ende. Der Plan, die „verlorene Sache“ des Imperiums wiederherzustellen, indem eine riesige Armee anglisierter Roboter und ihrer begleitenden KI-„Agenten“ aufgestellt wird, um die Welt zu entvölkern und anschließend zu übernehmen, ist die wahnwitzige Tarnung für die wahre Bedrohung: Ein kurzfristiger Absturz, angetrieben entweder durch strategische Inkompetenz oder durch fanatischen, heidnischen „Apocalypse-Jetzt“-Wahnsinn, in den unvermeidlichen finanziellen Zusammenbruch, bis hin zu einem thermonuklearen dritten Weltkrieg.

Dass wir uns möglicherweise einem katastrophalen „Armageddon“ nähern, wird nicht durch „KI“ verursacht. Der falsche Einsatz technologischer Systeme, einschließlich KI, ist ein Produkt der „Tiermenschen“-Mentalität aus dem Umkreis der Epstein-Klasse – derselben Klasse, gegen die vor 250 Jahren die Amerikanische Revolution geführt wurde. Da die tatsächlichen realwirtschaftlichen Auswirkungen des katastrophalen Zwei-Fronten-Kriegs der NATO im Iran und in Südwestasien auf die weltweite Produktion und die Verknappung von Nahrungsmitteln, Treibstoff und Energie von Tag zu Tag deutlicher werden, fällt der Schleier vermeintlicher Stärke immer schneller von dem moralisch und finanziell völlig bankrotten transatlantischen Finanzsystem.

In dieser Übergangsphase muss eine neue Führung in Erscheinung treten. Das energische Auftreten von Papst Leo XIV. in Frankreich in der vergangenen Woche, dessen Höhepunkt seine Sonntagsmesse unter freiem Himmel vor 800.000 Versammelten auf der Place de la Concorde bildete, begann am vergangenen Freitag. In seiner Ansprache zwei Tage zuvor hatte der Papst die französische Führung, insbesondere Macron gemahnt: „Um unser Menschsein inmitten des ,Maschinenparadieses’, das unseren Alltag zunehmend bestimmt und beeinflusst, nicht zu verlieren, ist es dringend erforderlich, den Geist zu einer ethischen Urteilsfähigkeit zu erziehen, die in der Lage ist, das moralisch Gute zu erkennen.“

In diesem Zusammenhang sollte man auch diese Passage aus der Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin im Valdai-Club am 1. Oktober beachten: „Ich möchte eine Geschichte aus der Sowjetzeit erzählen – aus dem Alltag jener Jahre. Es war im September 1983. Oberstleutnant Stanislaw Petrow, ein Offizier in einer Raketenfrühwarnzentrale, hatte Dienst, als das System ein Signal empfing. Sowohl wir als auch die Vereinigten Staaten verfügten schon seit Langem über solche Systeme, die einsatzbereit waren. Das System registrierte den Start von fünf amerikanischen Interkontinentalraketen. Jeder Algorithmus hätte dies als eindeutigen Auslöser für einen Vergeltungsschlag eingestuft. Doch der erfahrene Offizier stellte die Genauigkeit des Signals in Frage und vermutete eine Systemstörung. Und er sollte Recht behalten. Wäre an seiner Stelle künstliche Intelligenz gewesen, hätte sich die Lage möglicherweise ganz anders entwickelt. Meiner Meinung nach ist dies ein sehr überzeugendes Beispiel.“

Warnt Putin hier indirekt – nicht drohend, sondern warnend – vor der Möglichkeit eines thermonuklearen Krieges? In Valdai sagte er außerdem im Hinblick auf eine mögliche Konfrontation mit der NATO in Kaliningrad: „Wir drohen niemandem. Wir stellen lediglich fest, dass wir nicht über allzu viele Mittel zur Selbstverteidigung verfügen. Und übrigens wird weder in diesem Schreiben noch in der Erklärung des Außenministeriums [zu Kaliningrad] der Einsatz von Atomwaffen erwähnt.“ Denkt Präsident Putin dabei an die Beinahe-Konfrontation zwischen den Vereinigten Staaten und China, die im vergangenen Frühjahr aufgrund eines „halluzinierenden“ Computers beinahe stattgefunden hätte – so wie es in Intercept formuliert wurde: „KI hätte beinahe einen Krieg zwischen den USA und China ausgelöst“ – und niemand scheint sich darum zu kümmern? Oder denkt er möglicherweise an den Bombenangriff vom 28. Februar auf die iranische Grundschule in Minab, bei dem 168 Menschen ums Leben kamen, darunter 100 Kinder unter 12 Jahren, wofür viele das „Maven“-System von Palantir verantwortlich machen? Sollten die Bürger der Vereinigten Staaten und Europas vielleicht ernsthafter darüber nachdenken, was diese Ereignisse bedeuten und wie sie darauf reagieren sollten?

Auf der 174. Sitzung der Internationalen Friedenskoalition am Freitag wurde intensiv darüber diskutiert, wie das „KI“-Problem nicht nur bewältigt, sondern auch Lösungen für einen „Frieden durch wirtschaftliche Entwicklung“ gefunden werden könnten, um den Drang zu einem weltweiten Krieg zu stoppen. Vertreter des amerikanischen und mexikanischen Agrarsektors, der Vorsitzende der amerikanischen Sektion von „Priests Against Genocide“, Larry Johnson von „Veteran Intelligence Professionals for Sanity“ (VIPS) sowie Jacques Cheminade, Vorsitzender von „Solidarité et Progrès“ in Frankreich diskutierten mit der Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, Autorin der Zehn Prinzipien für eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur. Ziel der Diskussion war es, zu einem tieferen Verständnis bei der Betrachtung politischer Probleme zu gelangen, die auf den ersten Blick „lokal“ erscheinen mögen, tatsächlich jedoch nur durch einen übergeordneten, ja sogar universellen Ansatz lösbar sind.

So wurde beispielsweise darüber gesprochen, das „Problem der Einwanderung“ nicht dadurch anzugehen, dass man den Einwanderern die Schuld gibt, sondern indem man die realwirtschaftliche Entwicklung der Herkunftsländer auf gerechte Weise vorantreibt. Durch eine gerechte, fortschrittliche wirtschaftliche Entwicklung, wie sie die Welt in China erlebt hat, wo 800 Millionen Menschen aus der Armut befreit wurden, wären die Menschen nicht gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Eine solche wirtschaftliche Entwicklung ist der unmittelbare Inhalt des Friedens. Frieden ist, wie Papst Leo in Frankreich sagte, nicht bloß die Abwesenheit von Krieg, sondern die Gegenwart der Nächstenliebe, die sich im Dialog und in der Verbesserung der sozialen Verhältnisse manifestiert.

Was die KI betrifft, so muss sie nicht zwangsläufig ein neues Zeitalter eines „transhumanen Cyberimperiums“ bedeuten. Ein Experte für analytische Systeme lieferte EIR folgende Einschätzung: „Die zentrale Gefahr liegt in der Realität, nicht in der Science-Fiction. Menschen haben KI-Systeme geschaffen, in denen einem Sprachmodell Ziele, Werkzeuge, Codeausführung, Netzwerkpfade, Zugangsdaten, erhebliche Rechenzeit, wiederholte Handlungsmöglichkeiten und – wie einige Bewertungen zeigen – deutlich reduzierte Sicherheitsvorkehrungen und Einschränkungen zugewiesen wurden… Die dauerhafte Regel sollte einfach sein: KEIN KI-Agent sollte mehr Macht in der realen Welt besitzen, als seine menschlichen Bediener beobachten, einschränken, stoppen, erklären und verantworten können – es sei denn, die Menschen wollen dies bewusst, absichtlich und aus eigener Motivation so!“

Die „Magnifica Humanitas“, die Erhabenheit der Menschheit, liegt nicht in der Vorherrschaft, sondern im Prozess der ständigen Verbesserung. Wie Helga Zepp-LaRouche sagte: „Wenn wir als Menschheit verhindern wollen, dass diese turbulente Übergangsphase in einen neuen Weltkrieg mündet, müssen wir die geopolitische Konfrontation durch ein völlig neues Paradigma ersetzen: die Vision der EINEN Menschheit.“ Das ist die wahre, nicht die künstliche Intelligenz, die wir jetzt unter Beweis stellen müssen, wenn wir moralisch überlebensfähig sein wollen.


Inhalt

STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR

  • Prof. Parenti: KI zähmen? Sehen Sie, wie China es macht
  • Chinesischer Militärwissenschaftler warnt: Ein Krieg im Weltraum würde zum Atomkrieg führen
  • Putin: Ein Angriff der NATO auf Kaliningrad würde eine sofortige Reaktion nach sich ziehen
  • Dramatische Entwicklungen in Äthiopien – droht ein umfassender regionaler Konflikt?

ZUSAMMENBRECHENDES IMPERIALES SYSTEM

  • Schweizer Ständerat billigt „Unterwerfungsvertrag“ mit der EU
  • Merz’ Beliebtheitswerte im Sturzflug
  • Beziehungen zwischen China und der EU durch deutsch-französischen Vorschlag zur Beschränkung chinesischer Importe bedroht
  • Afrikanische Staaten werden unter Druck gesetzt, nicht am bevorstehenden Russland-Afrika-Gipfel teilzunehmen

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