Es kommt wieder eine Zeit, in der „Schweigen Verrat ist“

Es kommt wieder eine Zeit, in der „Schweigen Verrat ist“
Photo by Unseen Histories / Unsplash

18. Januar 2026 (EIRNS) – Am 17. Januar war der 97. Geburtstag von Martin Luther King (1929-1968), dessen Leben und Erbe in den USA am 19. Januar mit einem Feiertag gewürdigt wird. Kings universeller Ansatz ist heute wieder notwendig, wenn Amerika und die NATO-Staaten wieder normal werden wollen.

In einer Rede vom 4. April 1967 in der Riverside Church in New York City mit dem Titel „Beyond Vietnam – A Time To Break the Silence” (Jenseits von Vietnam – Zeit, das Schweigen zu brechen) zitiert King gleich zu Beginn die Friedensorganisation „Clergy and Laymen Concerned About Vietnam“ (Geistliche und Laien, die sich um Vietnam sorgen): „Es kommt eine Zeit, in der Schweigen Verrat ist.“

Diese Zeit ist wieder gekommen, weil die Welt in derselben tödlichen Denkweise gefangen ist, die King damals verurteilte: dem Glauben, dass Macht durch Dominanz und Sicherheit durch Konfrontation erreicht wird.

Die Welt kann erleichtert sein, dass Präsident Trump – zumindest vorerst – von einer erneuten Eskalation gegen den Iran Abstand genommen hat, aber die Axiome des geopolitischen Denkens machen dies nur zu einer vorübergehenden Atempause.

In Bezug auf die Beziehungen zwischen den USA und Russland und den Ukraine-Konflikt ist es zu begrüßen, dass die US-Sonderbeauftragten Steve Witkoff und Jared Kushner zu Gesprächen darüber nach Moskau reisen. Aber die ernüchternde Wahrheit ist, dass Trump und seine Regierung nicht die moralische oder intellektuelle Kraft aufbringen, sich gegen die angloamerikanischen und NATO-Eliten zu stellen, die eine unipolare Welt fordern, welche sich auf ständige Stellvertreterkriege und Wirtschaftskriegsführung stützt.

Lyndon LaRouche hat oft gesagt, Martin Luther King hätte die nötigen Qualitäten besessen, um ein guter amerikanischer Präsident zu werden.

In seiner Rede in Manhattan sagte King: „Wir haben auch heute noch die Wahl: gewaltfreie Koexistenz oder gewaltsame gegenseitige Vernichtung. Wir müssen unsere Unentschlossenheit überwinden und handeln. Wir müssen neue Wege finden, um uns für Frieden in Vietnam und Gerechtigkeit in den Entwicklungsländern einzusetzen – einer Welt, die an unsere Türen grenzt. Wenn wir nicht handeln, werden wir mit Sicherheit in die langen, dunklen und schändlichen Korridore der Zeit hineingezogen, die denjenigen vorbehalten sind, die Gewalt ohne Mitgefühl, Macht ohne Moral und Stärke ohne Weitsicht besitzen.“

Nehmen wir uns diesen Rat zu Herzen!

Diane Sare, unabhängige Kandidatin für die US-Präsidentschaft, drückt es in ihrer Erklärung zu Ehren von King so aus: „Der Grund, warum wir mittels eines Atomkriegs auf das unrühmliche Ende unserer Gattung zusteuern, liegt nicht an den Kristi Noems, Donald Trumps oder Joe Bidens dieser Welt, und schon gar nicht an Präsident Putin oder Xi Jinping. Wir steuern auf den Untergang zu, weil Ihre Nachbarn (und vielleicht sogar Sie selbst) sich nicht gegen die öffentliche Meinung auflehnen.“ Das Problem sind nicht bloß „schlechte Regierungen und Politiker“, sondern eine Bevölkerung, die sich daran gewöhnt hat, die barbarischen Axiome der Geopolitik und ein bestialisches Menschenbild zu akzeptieren.

Aber die LaRouche-Bewegung greift ein und weist den Weg in die Zukunft. Diane Sares Wahlkampf ist ein Sammelpunkt für die USA, und international hat Executive Intelligence Review (EIR) unter Helga Zepp-LaRouche ernstzunehmende Stimmen aus aller Welt für eine neue internationale Plattform für Frieden durch Entwicklung gesammelt – zuletzt bei der Dringlichkeitsdiskussion am 12. Januar. Die Resultate dieses Forums werden in den kommenden Tagen als dringende Intervention in eine sich rapide verschärfende strategische Krise dienen.

Können wir rechtzeitig ein neues Paradigma schaffen? Werden Sie heute handeln? „Wir stehen jetzt vor der Tatsache, meine Freunde, dass morgen heute ist“, sagte King. „Wir sind mit der dringenden Notwendigkeit des Augenblicks konfrontiert. In diesem sich entfaltenden Rätsel des Lebens und der Geschichte gibt es so etwas wie ein zu spät.“


Inhalt

ZUSAMMENBRUCH DES IMPERIALEN SYSTEMS

  • Warum US-Sanktionen Chinas technologischen Aufstieg nicht aufhalten können
  • Indischer Diplomat fordert neue Bewegung blockfreier Staaten
  • Trump will 1 Milliarde Dollar für Sitze im Friedensrat
  • Israel protestiert gegen Trumps Exekutivrat für Gaza

STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR

  • Warum ist Trump vor dem Angriff auf den Iran zurückgeschreckt?
  • Mehr Berichte, wie ausländische Kräfte die Proteste im Iran schürten
  • Iran und Irak arbeiten an einem Sicherheitsabkommen

ZUSAMMENBRUCH DES IMPERIALEN SYSTEMS

  • Grönland: Europäische Länder reagieren auf Trumps Zolldrohung
  • Schneller Abzug der deutschen Soldaten aus Grönland
  • Dänischer Militärkommandant: China und Russland sind keine Bedrohung für Grönland
  • Provokateure in Minneapolis
  • Kanada ist „Weltmeister“ der Euthanasie

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