Es gibt einen Impfstoff gegen das „Epstein-Virus“ – eine kulturelle Renaissance!

Es gibt einen Impfstoff gegen das „Epstein-Virus“ – eine kulturelle Renaissance!
Lutnick wird im Februar 2025 als Handelsminister vereidigt. Quelle: The White House

Lassen Sie sich nicht einlullen! In Amerika folgt gerade auf das Theater des „Super Bowl“ das Theater des „Epstein Bowl“. Mehrere weitere westliche Politiker, die in den Epstein-Akten genannt wurden, wurden am Wochenende „geoutet“: US-Handelsminister Howard Lutnick, der Bürochef des britischen Premierministers Keith Starmer McSweeney und der französische Ex-Minister Jack Lang. Zweifellos haben sich alle dies redlich verdient. Wie Antonius in Shakespeares Drama über Brutus und seine Gefährten sagt: „So sind sie alle. Alles ehrenwerte Männer.“ Doch es war von Anfang an klar, dass die Öffnung der Epstein-Akten über Wochen, Monate oder gar Jahre die Schlagzeilen füllen kann. Die eigentliche Nachricht wäre eine Schlagzeile über einen führenden westlichen Politiker der letzten 30 Jahre, der nicht durch den Makel von Jeffrey Epstein und dessen Hintermännern kompromittiert wäre.

Was soll man sonst in einer Welt erwarten, in der die westlichen Eliten wie Süchtige eine Spekulationsblase mit einem Nominalwert von 2.400 Billionen Dollar füttern – gestützt durch eine US-Staatsverschuldung von bald 40 Billionen Dollar und das wiederum gestützt durch 750 Militärstützpunkte in 80 Ländern? Ganz zu schweigen von der geplanten 50-prozentigen Erhöhung des US-Militärbudgets. (Möglicherweise will jemand unbedingt erreichen, dass die US-Militärausgaben wieder höher werden als die Zinszahlungen für die Staatsverschuldung – allerdings sollte niemand darauf wetten, dass sie das schaffen.)

Letzte Woche wurde dem russischen Außenminister SergejLawrow eine ähnliche Frage gestellt: Ob die mit Epstein verbundene kranke Fantasiewelt, in der westliche Spitzenpolitiker leben, ein Licht auf die fanatische Kriegspolitik wirft? Daraufhin hob Lawrow eine vielleicht noch erschreckendere Realität hervor: Eigentlich brauche niemand die Epstein-Akten, um die schockierende Wirklichkeit zu erkennen, ein nüchterner Blick auf die Behandlung des postsowjetischen Russlands durch den Westen würde schon ausreichen. Präsidenten und Regierungschefs seien nicht gezwungen gewesen, „sich dem ,sogenannten Tiefen Staat’ zu beugen. Aber sie verfolgen eine Linie, die auf Täuschung beruht, und sie sind immun gegen Scham oder Verlegenheit gegenüber einem Partner, wenn sie ihn belügen. Das ist eine Tatsache, und es gibt viele solche Menschen.“ Damit spielte Lawrow auf Europas „Koalition der Willigen“ und deren Sucht nach permanentem Krieg an.

Tatsächlich wurde die frühere Sowjetunion viel besser behandelt als die heutige Russische Föderation – genannt seien hier nur die Privatisierungsprogramme der 1990er Jahre, mit denen sich Piraten reale Vermögenswerte für einen Bruchteil ihres Wertes verschafften; die Stationierung nuklearer Abschusskapazitäten an die Grenzen Russlands; der gewaltsame Putsch in der Ukraine 2014; und die bewussten unverhohlenen Lügen hinter den Friedensabkommen von 2015 bis 2022. Welche Geisteshaltung könnte jemanden dazu bringen, ein Land mit den meisten Atomwaffen der Welt so zu behandeln und zu glauben, dass am Ende etwas Gutes dabei herauskommt? Braucht es denn die sexuellen Fantasien und die Gier nach schnellem Reichtum, die das Epstein-Phänomen zeigt, um zu erkennen, dass es hier ein großes Problem geben könnte?

Vor zwei Tagen trafen sich Vertreter der USA und des Iran in Oman. Das sollte eigentlich keine sehr große Neuigkeit sein, aber es ist genau das, was die USA Russland jahrelang verweigerten. Am selben Tag teilte der israelische Ministerpräsident Netanjahu, möglicherweise ausgelöst durch das Oman-Treffen, dem Weißen Haus mit, er müsse sein geplantes Treffen mit Präsident Trump dringend eine Woche vorverlegen.

Am selben Tag warnte die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, auf dem Treffen der Internationalen Friedenskoalition vor den unvorhersehbaren Folgen eines Angriffs auf den Iran sowie vor dem „Damoklesschwert“ des bankrotten dollarbasierten Finanzsystems. Anschließend stellte sie uns alle vor die Herausforderung: Entweder wir sehen zu, wie die Kreise hinter den Epstein-Erpressern dieser Welt uns mit dem Spektakel der Korruption ihrer ehemaligen Marionetten unterhalten, während sie eine neue Gruppe an die Macht bringen. Oder wir impfen die Welt gegen solche imperialistischen Machenschaften, indem wir das tun, wozu Menschen geschaffen sind: Eine kulturelle Renaissance aufbauen.

In den nächsten Tagen sind dazu zahlreiche Aktivitäten geplant. Sie können sich die Veranstaltung vom 7. Februar über das „Ende der Epstein-Klasse“ ansehen. Am Mittwoch, dem 11. Februar, gibt es Zepp-LaRouches wöchentlichen strategischen Überblick. Am Freitag, dem 13. Februar, findet das nächste Treffen der Internationalen Friedenskoalition statt. Und bei den E.I.R. Nachrichten finden Sie jeden Tag aktuelle Informationen fernab von jeder Fantasie.

Es heißt, Martin Luther King habe nach den schockierenden Übergriffen in Selma in Alabama 1963 als Strategie einen Marsch von dort zur Hauptstadt des Bundesstaates Montgomery geplant, damit das Ereignis nicht verdrängt, sondern gehandelt wird. Die Idee war, etwa fünf Tage lang über die Realität nachzudenken, um die Denkprozesse anzutreiben. Nutzen Sie die nächsten fünf Tage bis zu dem Treffen am Freitag, um zu mobilisieren, damit wir dem Albtraum, den das Epstein-Phänomen verkörpert, entkommen. Das ist vielleicht der realistischste und passendste erste Schritt, um herauszufinden, wie wir eine kulturelle Renaissance gestalten können. Sie werden erstaunt sein, wie schnell der Ballast an Fantasien dahinschmilzt!

Der Impfstoff „kulturelle Renaissance“ hat sich bewährt.


Inhalt

STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR

  • Russland nimmt zwei Personen wegen des Mordanschlags auf General Alexejew fest
  • Asow-Kommandeur begrüßt Attentat auf General Alexejew
  • Drängen Israel und Großbritannien auf einen baldigen Angriff gegen den Iran?

ZUSAMMENBRUCH DES IMPERIALEN SYSTEMS

  • Italienischer Außenminister: Italien kann Trumps Friedensrat nicht beitreten

USA UND KANADA

  • Stammt Trumps Verdrehung der Monroe-Doktrin vom „Nazi-Kronjuristen“ Carl Schmitt?
  • Ukraine warnt vor russisch-amerikanischen Wirtschaftsprojekten
  • Mehr prominente Politiker fallen dem Epstein-Skandal zum Opfer

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