Erkühne dich, weise zu sein: Die Entscheidung liegt bei uns
„Wir erleben… das Ende einer fünfhundertjährigen Ära des Kolonialismus“, stellte Helga Zepp-LaRouche in einem offenen Brief vom 22. September an die Staatschefs und Delegationen der UN-Generalversammlung fest. „Wenn wir als Menschheit verhindern wollen, dass diese turbulente Übergangsphase in einen neuen Weltkrieg mündet, müssen wir die geopolitische Konfrontation durch ein völlig neues Paradigma ersetzen: die Vision der EINEN Menschheit. Es ist dieselbe Frage, die bereits zur Zeit der jungen amerikanischen Republik in den Federalist Papers diskutiert wurde: Kann sich die Menschheit selbst regieren?
Soll diese Frage im Zeitalter der thermonuklearen Waffen bejaht werden, müssen wir ein völlig neues Paradigma etablieren: Die Idee der ,EINEN Menschheit’ muss an erster Stelle stehen und über alle Partikularinteressen gestellt werden.“
Angesichts einer zunehmend verzweifelten westlichen Elite, die den Zerfall ihres unipolaren Systems erlebt, und angesichts des Auslaufens des New-START-Vertrags sowie anderer nuklearer Sicherheitsvorkehrungen steht die Menschheit tatsächlich näher denn je am Abgrund der nuklearen Vernichtung. Am Dienstag erhob bei der hochrangigen Tagung der Vereinten Nationen zur Beseitigung von Atomwaffen ein Land nach dem anderen aus der „Globalen Mehrheit“ seine Stimme, um die dauerhafte Beseitigung von Atomwaffen zu fordern, die USA und Russland dazu aufzufordern, ein neues „New START“-Abkommen in Kraft zu setzen und das Recht aller Nationen auf friedliche Nutzung der Kernenergie zu bekräftigen.
Der Vertreter Kasachstans, eines Landes, das freiwillig auf das viertgrößte Atomwaffenarsenal der Welt verzichtet hat, brachte das neue Sicherheitsparadigma auf den Punkt: „Unsere Erfahrung hat uns eine einfache Wahrheit gelehrt: Sicherheit kann nicht auf der Drohung mit Vernichtung aufgebaut werden. Sie muss auf Vertrauen, Dialog und verantwortungsvollen Entscheidungen beruhen“, erklärte er.
Der chinesische Vertreter betonte nachdrücklich, dass „die endgültige Verwirklichung einer atomwaffenfreien Welt den gemeinsamen Interessen der Menschheit dient“. Er forderte zudem die Länder mit den größten Arsenalen auf, eine Vorreiterrolle zu übernehmen und ihre Bestände drastisch zu reduzieren. Er merkte dabei an: „Ein bestimmtes Land richtet seine Nuklearpolitik immer wieder neu aus, hält hartnäckig an einem riesigen Atomwaffenarsenal fest, baut seine nukleare Abschreckung und seine Kriegsführungsfähigkeiten ständig aus [und] stärkt nukleare Bündnisse.“
Wie Papst Leo XIV. am vergangenen Freitag vor 80.000 jungen Menschen in Paris sagte er: „Es reicht nicht aus, das Böse zu meiden: Man muss sich für das Gute entscheiden… Das Gute zu wählen ist der eigentliche Akt der Freiheit, durch den diese sich verwirklicht, verbessert und reift. Um die richtigen Entscheidungen zu treffen, denkt an dieses Kriterium: Das Gute schenkt Leben und nimmt es niemals weg.“
Bei seinem Staatsbesuch in Washington in der vergangenen Woche brachte der chinesische Präsident Xi Jinping dasselbe Prinzip zum Ausdruck, als er gegenüber Präsident Trump äußerte, dass die Thukydides-Falle überwunden werden könne – dass die Staatschefs beider Nationen eine völlig andere Art des Umgangs miteinander wählen könnten, die auf dem Konzept einer Win-Win-Kooperation beruht.
Diese Entscheidung liegt – glücklicherweise – nicht allein bei dem unberechenbaren Präsidenten Trump. Das amerikanische Volk, dessen Gemeinwohl die Grundlage seiner souveränen Macht bildet, muss sich aktiv einschalten und einen anderen Weg einschlagen: einen Weg weg vom permanenten Krieg und hin zur Entwicklung des Gemeinwohls.
In einem ungewöhnlichen Schritt veröffentlichten die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) am 29. September einen offenen Brief an das amerikanische Volk, in dem sie die Amerikaner aufforderten, über die kostspieligen Kriege der letzten Jahrzehnte nachzudenken, die, wie es in dem Brief zutreffend heißt, „der US-Wirtschaft und dem amerikanischen Volk nichts als Elend gebracht haben“. Wie von TASS zitiert, bemerkte der Sprecher der IRGC, Brigadegeneral Hossein Mohebbi: „Wenn die USA mindestens 10 Prozent oder 5 Prozent all ihrer Ausgaben für ihre Militäroperationen gegen andere Länder [für positive Investitionen] aufwenden oder das Geld in die Entwicklung dieser Länder investieren würden, wären die USA ein Favorit.“
Dies ist die Wahl, vor der wir stehen: Wird die Menschheit die Krankheit der Geopolitik und des Nullsummen-Denkens überwinden? Werden wir uns dafür entscheiden, menschlich zu handeln und eine neue Art von Beziehungen zwischen Nationen und Völkern aufzubauen?
Aktivisten der LaRouche-Bewegung haben heute vor dem UN-Gebäude die Menschen dazu aufgefordert, genau dies zu tun, und verteilten Hunderte Exemplare des offenen Briefes von Zepp-LaRouche. Die unabhängige Präsidentschaftskandidatin Diane Sare führt weiterhin den Kampf in den Vereinigten Staaten an, um die Frage, ob die Menschheit sich selbst regieren kann, mit einem klaren „Ja“ zu beantworten – eine Antwort, von der die Zukunft der gesamten Menschheit abhängt.
Inhalt
STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR
- IRGC wendet sich direkt an das amerikanische Volk
- „Globale Mehrheit“ drängt auf eine Welt ohne Atomwaffen
- Russische Manöver der Baltischen Flotte und Warnungen an die NATO vor Provokationen
ZUSAMMENBRECHENDES IMPERIALES SYSTEM
- Rubio: Vorfall in Fairford „eindeutig“ mit ausländischer Beteiligung
- Netanjahus geheimer Besuch in den VAE
- Linksbündnis mobilisiert gegen geplante Raketenproduktion in Leipzig
WISSENSCHAFT UND TECHNOLOGIE
- China erzielt Durchbruch bei der Wasserstoff-Bor-Fusion