EIR-Dringlichkeitsforum organisiert globale Mobilisierung

Executive Intelligence Review veranstaltete am 12. Januar ein Online-Dringlichkeitsforum mit führenden politischen Persönlichkeiten aus aller Welt unter dem Motto „Es ist schlimmer als Sie denken: die strategischen Auswirkungen des Angriffs auf Venezuela und wie man die Welt vor dem Abgrund retten kann“.

Zehn Experten (Rednerliste s.u.) aus Nord- und Südamerika, Eurasien und Afrika mit langjähriger außenpolitischer Erfahrung und bewährtem Urteilsvermögen sprachen darüber annähernd drei Stunden lang, mit durchschnittlich 1.200 Teilnehmern im Livestream. Es gab Übersetzungen ins Englische, Französische, Deutsche und Spanische. Den englischsprachigen Mitschnitt der Veranstaltung können Sie hier ansehen:https://youtube.com/live/nj1xmBNdrIs

Helga Zepp-LaRouche, EIR-Chefredakteurin sowie Gründerin und Leiterin des Schiller-Instituts, begrüßte die Redner und das internationale Publikum mit den Worten: „Wir sind heute hier zusammengekommen, nicht um die beispiellose Situation zu beklagen, die nur als Bedrohung für die Existenz der gesamten menschlichen Zivilisation bezeichnet werden kann, sondern um über eine internationale Reaktion zur Wiederherstellung des Völkerrechts zu diskutieren, zu analysieren und [diese] voranzutreiben.“

Die folgenden Berichte und Bewertungen belegten eindrucksvoll den Schock und die Empörung der ganzen Welt über die gewalttätigen Aktionen der letzten Wochen und besonders die Rolle der US-Regierung, die sich skrupellos über das Völkerrecht hinwegsetzt.

Aber wie ein Redner sagte: „Wir sind nicht hier, um unser Wissen über die Krisen zu vertiefen“, sondern um darüber zu beraten, wie man die Lage verändern kann. Die Vorschläge reichten von einer öffentlichen „Erklärung“ bis hin zu einem Konsens, dass vor allem die Kräfte der Globalen Mehrheit mobilisiert werden müssten, um über neue „Konfigurationen“ für die Wiederherstellung des Völkerrechts und der Moral zu diskutieren. Viele bekräftigten, die UN-Vollversammlung bleibe eine Institution, die international positiv wirken könne. Es wurde auch vorgeschlagen, eine „strukturierte internationale Bürgerorganisation“ aufzubauen.

Mehrere Redner betonten, vorrangig müsse die kulturelle und politische Situation innerhalb der Vereinigten Staaten selbst verändert und verbessert werden. Sie verwiesen auf den Zusammenhang zwischen der Gewalt innerhalb der USA und der internationalen Gesetzlosigkeit Washingtons. Wie ein hochrangiger US-Diplomat erklärte: Es sei an der Zeit, dass „Amerika in sich geht“.

Zepp-LaRouche fasste abschließend zusammen, man sollte ein Organisationskomitee bilden, um Prioritäten zu formulieren und Folgemaßnahmen einzuleiten.

In der Diskussion gab es einen Austausch darüber, wie diese Runde führender Persönlichkeiten zum Ausgangspunkt einer weltweiten Bewegung werden könne. Vorschläge waren u.a.: eine Aktion der UN-Vollversammlung, um die US-Politik zu stoppen; der Aufbau einer Bewegung zivilgesellschaftlicher Organisationen, um weltweit zu intervenieren; die Aktivierung von Massenbewegungen nach dem Vorbild von Gandhi, Nelson Mandela und Martin Luther King; die Initiierung einer Bewegung für den Erlass der unbezahlbaren Schulden; sowie eine Kampagne, Trump daran zu erinnern, wie er gegen den „Tiefen Staat“ Wahlkampf gemacht habe, sich nun aber offenbar selbst vom „Tiefen Staat“ steuern lasse.

Zepp-LaRouche bezeichnete die Veranstaltung als „äußerst produktiv“ und rief alle Teilnehmer auf, sich an geeignete Institutionen und Personen zu wenden. Sie bezog sich darauf (nicht in religiöser, sondern in humanitärer Hinsicht), dass Papst Leo XIV. eine Denkweise des „Zusammenfalls der Gegensätze“ nach Nikolaus von Kues als Weg zur Konfliktlösung gefordert habe. Die Schuldenblase müsse kontrolliert beseitigt werden, denn ein unkontrollierter Zusammenbruch könnte Chaos verursachen. Diese Diskussionen sollten mit Regierungen und Institutionen weltweit geführt werden.

Ein außergewöhnliches internationales Gremium:

Die Diskussionsteilnehmer repräsentierten eine außergewöhnliche Versammlung von Fachwissen und Moral, beinahe ein Ältestenrat. Moderator war Dennis Speed vom Schiller-Institut. Nach der Grundsatzrede von Helga Zepp-LaRouche hielten die folgenden Redner in der angegebenen Reihenfolge Vorträge:

  • Naledi Pandor, ehemalige südafrikanische Ministerin für internationale Beziehungen und Zusammenarbeit;
  • Zhang Weiwei, Professor für internationale Beziehungen an der Fudan-Universität in Shanghai;
  • Chas Freeman, ehemaliger US-Botschafter;
  • Dmitri Trenin, Direktor und wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Weltmilitärwirtschaft und Strategie an der HSE-Universität in Moskau ;
  • Donald Ramotar, ehemaliger Präsident von Guyana;
  • Hans-Christof Graf von Sponeck, ehemaliger stellvertretender Generalsekretär der Vereinten Nationen;
  • María de los Ángeles Huerta, ehemalige mexikanische Kongressabgeordnete;
  • Namit Verma, indischer Autor und Sicherheitsanalyst;
  • Dennis Small, EIR-Redakteur für Iberoamerika;
  • Oberstleutnant Ralph Bosshard (a.D., Schweizer Armee), ehemaliger Militärberater des OSZE-Generalsekretärs.
---------------------------

© E.I.R. GmbH 2024. Alle Rechte vorbehalten. Nutzung ausschließlich für den privaten Eigenbedarf. Eine Weiterverwendung und Reproduktion über den persönlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet.

Impressum und Offenlegung| AGB| Datenschutzerklärung