Einschüchterung kann die Realität nicht verändern

Einschüchterung kann die Realität nicht verändern
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, hat bekannt gegeben, dass die UNO kurz davor steht, das Geld ausgehen zu lassen, was ein weiteres Zeichen für die Krise ist, mit der die Welt konfrontiert ist. Quelle: UN-Foto/Steven Bornholtz

Die Trump-Regierung unternimmt verzweifelte, rücksichtslose Aktionen – auf wessen Geheiß, auch immer –, aber das sollte man nicht mit erfolgreichen Interventionen verwechseln. Es ist ein unverhohlener Versuch, die Welt in eine Form zu biegen, in die sie sich niemals zwingen lassen wird.

Die Drohungen gegen den Iran gehen weiter, und viele Beobachter vermuten, dass ein US-Angriff unmittelbar bevorstehen könnte. Irans Staatsführer Ali Chamenei warnte heute, ein solcher Angriff würde automatisch einen regionalen Krieg auslösen, worauf Trump antwortete, wenn der Iran kein Abkommen schließe, „werden wir sehen, ob er Recht hatte oder nicht“. Iranische und US-Vertreter bestätigten Gerüchte, dass bald Verhandlungen beginnen könnten. Es gibt jedoch keine Anzeichen dafür, dass die Trump-Regierung der Forderung des Iran nach friedlicher Nutzung seiner Atomindustrie nachgibt, und nach dem US-Angriff auf den Iran im letzten Jahr und später auf Venezuela wissen alle, was Donald Trumps Vorstellung von „Verhandlungen“ ist.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres hatte die schockierende Nachricht, dass die Vereinten Nationen vor dem „unmittelbaren finanziellen Zusammenbruch“ stünden. In einem Brief an alle Mitgliedstaaten warnte er, schon im Juli könne das Geld ausgehen. Nachdem die Trump-Regierung im letzten Monat sich aus 66 internationalen Organisationen, darunter 31 UN-Organisationen, zurückgezogen hat, fehlen die Beiträge des größten Geldgebers der UNO. Zusammen mit Trumps sogenanntem „Friedensrat“, der unverhohlen die zentrale Rolle der UNO in Frage stellt, erscheint dies als ein weiterer Schlag gegen diese wichtige Weltorganisation.

Aber man sollte sich durch solche Entwicklungen nicht entmutigen lassen. „Eine Grenze hat Tyrannenmacht“, wie Schiller im Wilhelm Tell sagt. Und tatsächlich: Die Realität ist nicht überzeugt.

Abgesehen von den massiven Protesten aus aller Welt gegen Trumps Vorgehen in Venezuela und im Iran und seinen Drohungen gegen Kuba und Grönland, sollte man sich auch die von ihm behauptete „große wirtschaftliche Erholung“ in den USA genauer anschauen. Laut einem aktuellen EIR-Berichtstieg das US-Handelsdefizit trotz Trumps Zollpolitik im vergangenen Jahr um 4 Prozent. Und von den rund 250 Milliarden Dollar Zolleinnahmen – nicht einmal ein Viertel der jährlichen Zinsen für die US-Staatsschulden – wurden 96 Prozent von amerikanischen Unternehmen und Verbrauchern bezahlt!

Statt der angeblichen großen Zunahme der Industriearbeitsplätze gab es tatsächlich in 11 der letzten 12 Monate einen Rückgang. Ganz zu schweigen von den unbezahlbaren 2,4 Billiarden Dollar an fiktiven Finanzanlagen, die auf dem westlichen Finanzsystem lasten.

Vor dem Hintergrund dieses peinlichen Versagens befindet sich die Welt in einem Epochenwandel. Die Globale Mehrheit bewegt sich rasch in eine postkoloniale Ära und lehnt die Methoden der globalen Hegemonialmächte, die zuvor jahrhundertelang toleriert wurden, endgültig ab. Es gibt Rückschläge, aber sie können diese Bestrebungen nicht aufhalten. Dies bekräftigen die Äußerungen des Vorsitzenden des russischen Sicherheitsrats Sergej Schoigu und des chinesischen Außenministers Wang Yi während ihres Treffens in Peking am 1. Februar. Schoigu sagte: „Wir sind daran interessiert, eine gerechte multipolare Weltordnung zu schaffen, neokolonialen Methoden entgegenzuwirken und eine Architektur der gleichen und unteilbaren Sicherheit auf dem gesamten eurasischen Territorium aufzubauen.“ Wang stimmte zu und ergänzte, auch wenn die Nachkriegsordnung in den letzten Wochen „schweren Erschütterungen ausgesetzt“ gewesen sei, blieben Russland und China entschlossen, „ein gerechteres und rationaleres System der globalen Governance zu schaffen“.

Es ist offensichtlich: Die Welt und insbesondere der Westen brauchen dringend eine echte Führung. Eine wichtige Initiative in dieser Hinsicht ist die Erklärung vom 12. Januar „Lasst uns eine Bewegung von Weltbürgern ins Leben rufen!“, die von angesehenen internationalen Persönlichkeiten unterschrieben wurde. Die Erklärung enthält Vorschläge für die Rückkehr zu einer Weltordnung des Völkerrechts als Teil des Aufbaus einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur. Das Dokument wird auf der ganzen Welt verbreitet, um Unterstützung für diesen dringenden Maßnahmen zu organisieren. Schließen Sie sich an!


Inhalt

LAROUCHE-BEWEGUNG

  • Jerusalem Post veröffentlicht Verleumdungsartikel über Vega und LaRouche

STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR

  • Irans Staatschef: ein Angriff der USA hätte einen regionalen Krieg zur Folge
  • Berichte über Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran
  • UN-Generalsekretär: „Der UNO droht das Geld auszugehen“

ZUSAMMENBRUCH DES IMPERIALEN SYSTEMS

  • Überalterte Anlagen – nicht Russland – verursachen Stromausfälle in Moldawien und der Ukraine
  • US-Bezirksrichter: „Wir, das Volk“ sind entschlossen, unsere Republik zu erhalten
  • Papst Leo fordert „aufrichtigen und wirksamen Dialog“ für Kuba
  • Israelische Angriffe im Gazastreifen, Grenzübergang Rafah teilweise geöffnet

NEUES PARADIGMA

  • Russland und China fordern ein gerechteres internationales System

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