Ein gerechter und dauerhafter Frieden
„Die Aufgabe unserer Zeit ist, der Geopolitik ein Ende zu setzen“, forderte die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, am Ende ihres wöchentlichen Webcasts vom 7. Oktober. „Das ist eine Idee, die … auf den Müllhaufen geworfen und nie wieder hervorgeholt werden sollte. Wir brauchen ein anderes Paradigma. Wir sind die einzige menschliche Gattung, und wir müssen lernen, zusammenzuleben … Wir müssen diesen Schritt tun, sonst werden wir nicht überleben.“
Das muss zur Orientierung der international wachsenden Massenbewegung werden – Hunderttausende von Schülern, Bauern, Fischern und vielen anderen, die in Spanien, Frankreich, Italien, Brasilien, Deutschland und anderswo auf die Straße gehen, um gegen eine Politik zu protestieren, die den Menschen ihren Lebensunterhalt nimmt, um die Kassen für Krieg und Aufrüstung zu füllen.
„Es wäre sehr, sehr einfach …, all das zu lösen, wenn der Westen seine Arroganz der geopolitischen Vorherrschaft in einer unipolaren Welt aufgeben würde“, sagte Zepp-LaRouche. „Wenn die Länder des Westens sich einfach auf eine Partnerschaft mit den Ländern des Globalen Südens auf Augenhöhe einigen würden, dann könnte jedes Problem sehr leicht gelöst werden.“
Typisch für die leere Arroganz der Geopolitik war die Rede von US-Außenminister Marco Rubio am Mittwoch vor der Akropolis in Athen: „Heute stehen wir an einem Scheideweg. Denn das nächste Jahrzehnt und die Entscheidungen, die wir treffen, werden die Geschichte des nächsten Jahrhunderts schreiben. Der Kurs, den wir einschlagen, wird darüber entscheiden, ob der Westen seinen Platz an der Spitze der Welt behält oder sich mit einer Zukunft des Verfalls, der Knechtschaft und des Niedergangs abfindet … Wir entscheiden uns für das kompromisslose Streben nach nationaler Macht …“
Doch die Realität zeigt den verrotteten wirtschaftlichen Zustand der westlichen Nationen nach jahrzehntelangen geopolitischen Plünderungen, um die Finanzblase. zu retten. Angesichts der explodierenden Dieselpreise im Zuge des Irankriegs-Debakels warnen viele Landwirte in Europa und den USA, dass die Aussaat in dieser Saison möglicherweise ausbleibt, weil sie die Bauern nur noch weiter in die Verschuldung treiben würde. Und Europa steuert zum dritten Mal in vier Jahren auf eine Energiekrise im Winter zu, nachdem es auf billiges russisches Gas verzichtet und viele Kohle- und Kernkraftwerke stillgelegt hat.
Das ist der typische Wahnsinn der Endphase eines ungerechten Systems.
Damit die Menschheit nicht mit diesem System untergeht, brauchen wir ein positives Konzept, um dauerhaft Frieden zu schaffen. Zepp-LaRouche sowie Papst Leo und andere im Vatikan setzen sich dafür ein, die falsche Doktrin vom „gerechten Krieg“ durch das höhere Konzept eines „entwaffneten und entwaffnenden Friedens“ zu ersetzen. Ein Artikel in der Zeitung des Heiligen Stuhls, L’Osservatore Romano, kritisiert die Behauptung, die Doktrin des „gerechten Krieges“ gehe auf den heiligen Augustinus zurück. Augustinus habe nämlich festgestellt, „dass in der Weltgeschichte, in einer sündigen Menschheit, der gerechte Krieg ein Zustand ist, der streng genommen nicht existiert, denn in der tatsächlichen Realität ist auch der gerechte Krieg Wirkung und Ursache der Sünde und dient höchstens dazu, diese zu verschleiern. Der über tausendjährige römische Staat hatte seine Herrschaft gerade unter Berufung auf das Prinzip des ,gerechten Krieges’ ausgeweitet.“
Am 27. Oktober, 40 Jahre nachdem Papst Johannes Paul II. Vertreter aller Weltreligionen zu einem Weltgebetstag für den Frieden nach Assisi eingeladen hatte, wird Papst Leo nach Assisi reisen, um mit 80 religiösen Führern die Unterzeichnung eines Friedensaufrufs zu leiten. Dies steht im Einklang mit Zepp-LaRouches Aufruf an den Papst, einzugreifen, um eine Eskalation des Iran-Krieges in den „unwiederbringlichen Abgrund“ eines globalen Atomkrieges zu verhindern. Sie schrieb dort, im Geiste von Nikolaus von Kues’ „De Pace Fidei“ sollten „sich alle religiösen Führer der Welt und alle Menschen guten Willens, Gläubige wie Nichtgläubige gleichermaßen, für die Verteidigung des Friedens einsetzen“.
Wir können in dieser gefährlichen Zeit eine Tragödie vermeiden, indem wir die Menschheit in einer höheren Mission für das Gute – für eine positive Zukunftsvision – vereinen. Leo betonte bei seinen Besuchen in Spanien und Frankreich vor Zehntausenden jungen Menschen – von denen vielleicht einige jetzt auf den Straßen mobilisieren –, die Jugend müsse die Führung übernehmen und sich einer Mission für das Gute widmen: „Es reicht nicht aus, nur das Böse zu meiden: Wir müssen uns für das Gute entscheiden … Die Entscheidung für das Gute ist der eigentliche Akt der Freiheit, durch den sie verwirklicht, verfeinert und zur Reife gebracht wird.“
Die Internationale Jugendbewegung des Schiller-Instituts veröffentlichte einen Unterstützungsbrief an die Studenten in Brasilien, die für Präsident Lula auf die Straße gehen. Darin wird die Lösung in den Mittelpunkt gestellt: „Damit Brasilien, der Globale Süden und die Menschheit gedeihen können, brauchen wir eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur, die für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation darstellt – und ein dauerhaftes Ende der Austerität und der Angriffe auf die Souveränität, die die Wall Street und die Londoner City überall durchsetzen.“
Helga Zepp-LaRouche ruft Sie und alle Bürger guten Willens auf, sich dieser dringenden Initiative anzuschließen. Nehmen Sie am Treffen der Internationalen Friedenskoalition am Freitag teil und laden Sie viele andere ein!
Wie Zepp-LaRouche sagte: „Ob wir im Dritten Weltkrieg und der möglichen Vernichtung der gesamten Zivilisation enden oder ob wir den Weg zu einer friedlichen Lösung einschlagen können, hängt in sehr hohem Maße von der Zahl der Menschen ab, die sich für die zweite Option einsetzen, die ich gerade genannt habe. Daher kann ich nur alle, die zuhören, aufrufen, sich uns anzuschließen und eine Kraft für das Gute zu werden.“
Inhalt
NEUES PARADIGMA
- Papst Leo wird Ende Oktober internationale Religionsführer für den Frieden versammeln
- Der Vatikan korrigiert die falsche Behauptung, Augustinus habe „gerechte Kriege“ befürwortet
- Große Studentenkundgebung in Rio zur Mobilisierung der Jugend für Lulas Wiederwahl
USA UND KANADA
- Wie Tump versucht, die unerschwinglichen Diesel- und Benzinpreise auszusitzen
STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR
- Die „Siegtheorie“ der NATO gegen Russland
- Das Mekka-Verteidigungsbündnis und der Jemen
ZUSAMMENBRECHENDES IMPERIALES SYSTEM
- Europa leidet unter seiner widersprüchlicher Energiepolitik
- In Italien wurde der 10. Oktober zum Aktionstag der Landwirte ausgerufen
LAROUCHE-BEWEGUNG
- Präsidentschaftskandidatin Sare gibt Erklärung zur KI-Kriegsabteilung des Pentagons ab