Die Kosten des Krieges und der Weg zum Frieden
Der amtierende Rechnungsprüfer des Pentagon, Jay Hurst, teilte dem US-Kongress am 29. April mit, dass der Krieg gegen den Iran – zumindest die ersten 60 Tage davon – das amerikanische Volk etwa 25 Milliarden Dollar gekostet habe. Während diese enorme Summe den Preis für die reinen US-Militäroperationen im Ausland darstellen mag (auch wenn einige darauf bestehen, dass er mindestens doppelt so hoch ist), sind die realen Kosten für die Welt um ein Vielfaches höher.
Ersten Schätzungen zufolge liegen die tatsächlichen Kosten, wenn man die Militärausgaben, Schäden an militärischen Einrichtungen, Schäden in den Ländern der Region, die globalen Auswirkungen der Sperrung der Straße von Hormus und die damit verbundenen Produktionsausfälle berücksichtigt, im Bereich von 4 Billionen Dollar und steigen weiter – zwei Größenordnungen höher als die vom Pentagon genannten „lächerlichen“ 25 Milliarden Dollar.
Während es nur 60 Tage dauerte, zahlreiche Schulen, Wohnhäuser, Industriebetriebe und die Infrastruktur in Südwestasien zu zerstören und Tausende Menschenleben im Iran und in anderen Ländern zu fordern, stellt sich die Frage, wie lange der Wiederaufbau dauern und wie viel er kosten wird. Wie viel von dem Schaden ist irreversibel?
Die Kosten von 4 Billionen Dollar weltweit bedeuten etwa 20,5 Milliarden Dollar pro Land, was mehr ist als das BIP von etwa einem Viertel der Nationen der Welt. Diese Last wird natürlich nicht gleichmäßig verteilt. Nehmen wir die zusätzlichen Energiekosten durch die Sperrung der Straße von Hormus: Während die zusätzliche Belastung durch Gas- und Düngemittelknappheit in den Industrienationen sicherlich zu Härten führen wird, bedeutet sie in den Entwicklungsländern den Unterschied zwischen Leben und Tod.
Und wie sieht es mit den Auswirkungen auf die relative potenzielle Bevölkerungsdichte der Welt aus, dem Maßstab für echten physischen wirtschaftlichen Fortschritt? Wie wird sich dies auf die Fähigkeit auswirken, die Produktivkräfte der Arbeit pro Kopf und pro Quadratkilometer zu steigern, um so eine wachsende Bevölkerung bei steigendem Lebensstandard zu versorgen? Wie hoch werden die Kosten in Form von ungelebter Lebenszeit sein?
Wenn man sich dieses Bild vor Augen führt, treten zwei miteinander verbundene Themen in den Vordergrund: Erstens ist dieser Zusammenbruch des globalen Systems und die damit einhergehende Entvölkerung genau die Absicht des imperialen Systems, unter dem die Welt seit mehr als 500 Jahren leidet; zweitens müssen die Nationen der Welt erkennen, dass bestimmte Maßnahmen den Zusammenbruch zwar verzögern mögen, er jedoch nicht aufgehalten werden kann, solange nicht die gesamte Politik der Geopolitik und des Krieges durch eine neue Weltarchitektur für Sicherheit und Entwicklung ersetzt wird, deren einziger Zweck ist es, die gemeinsamen Ziele der Menschheit zu verwirklichen.
Dies war in der Tat die eigentliche Mission der amerikanischen Republik, die aus der ersten antikolonialen, antiimperialistischen Revolution der Geschichte hervorgegangen ist. Die amerikanische Revolution war ein Sieg, nicht für eine bestimmte Gruppe von Menschen, sondern für eine Idee, die in Tausenden von Jahren menschlicher Geschichte verwurzelt ist: die Idee einer Regierung, die auf einem höheren Prinzip der Menschheit basiert und die bestialische Vorstellung einer oligarchischen (Epstein-)Klasse zurückweist.
Dieser Kampf ist noch nicht vorbei. Obwohl das Imperialsystem mittlerweile global und atomar bewaffnet ist, mit all dem zerstörerischen Potenzial, das dies mit sich bringt, haben wir heute einen großen Vorteil: Wenn die Nationen der Welt zusammenkommen und diese Krise nutzen, um das marode, sich auflösende System durch eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur zu ersetzen, wie von Helga Zepp-LaRouche im Jahr 2022 gefordert, und diese mit einer Ära der Entwicklung festigen, können wir das Imperialsystem ein für alle Mal beseitigen und es in die Archive der Geschichte verbannen.
Ironischerweise ist eine so große Mission der direkteste und effizienteste Weg zum Frieden. Sie ist der einzige Weg, die wahre Ursache des Krieges zu beseitigen: die absurde, imperialistische Vorstellung, dass der Mensch ein Tier sei, das als solches regiert werden müsse. „Wir müssen das geopolitische Ansichreißen von Reichtum und Vermögen aufgeben“, sagte Helga Zepp-LaRouche bei einem Treffen der Internationalen Friedenskoalition am 1. Mai, „und wir müssen es durch eine Außenpolitik ersetzen, die auf der Liebe zur Menschheit basiert.“
Das ist unsere Aufgabe für die nächste Zeit. Die Bürger der Welt müssen ihre Regierungen dazu anleiten, dies zu fordern.
Inhalt
STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR
- Der Krieg für über 4 Billionen Dollar: Die wahren Kosten von „Epic Fury“
- Sprecher des iranischen Außenministeriums warnt davor, schnelle Ergebnisse von der Diplomatie zu erwarten
- China erlässt einstweilige Verfügung gegen US-Sanktionen
- Vatikanische Intervention bei der NPT-Überprüfungskonferenz
- Trump will 5.000 US-Soldaten aus Deutschland abziehen
- Mali, die Sahel-Allianz und das russische Afrika-Korps bekämpfen Terroristen
ZUSAMMENBRECHENDES IMPERIALES SYSTEM
- US-Ölmanager warnen: Die „Gnadenfrist“ für die Ölversorgung läuft ab
- Trump verhängt brutale neue Sanktionen gegen Kuba und verspricht schnelle Machtübernahme
WISSENSCHAFT UND TECHNOLOGIE
- Xi Jinping drängt auf stärkere Förderung der Grundlagenforschung