Der Massenstreik gewinnt an Fahrt

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Der Massenstreik gewinnt an Fahrt
Tausende in Deutschland protestieren gegen die Militarisierungspolitik, da Studentenproteste Europa erobern. Quelle: EIRNS

Während Sie dies lesen, breiten sich Proteste auf beiden Seiten des Atlantiks mit einer Geschwindigkeit aus, die dazu führen könnte, dass selbst bisher als stabil geltende Länder und Regierungen zu Fall gebracht werden. In Spanien sind Proteste gegen eine Wirtschaftslage ausgebrochen, die bezahlbaren Wohnraum für viele unerreichbar gemacht hat und kürzlich in der Zwangsräumung und dem Tod der 87-jährigen Maricarmen Abascal gipfelte. In Deutschland wächst die Unzufriedenheit über die sinnlose Aufrüstung, die drohende Wehrpflicht und wirtschaftliche Not, was inzwischen dazu führt, dass Tausende auf die Straße gehen und die Regierungskoalition bei Wahlen krachende Niederlagen erlitt. Und in Frankreich erschüttern Proteste das Land, da Studenten und Jugendliche angesichts einer zunehmend trostlosen Zukunft bessere Arbeits- und Bildungsbedingungen fordern. Es gibt Anzeichen dafür, dass sich die Studentenproteste auf andere Länder ausweiten, darunter Belgien, Italien und Österreich, und parallel brechen auch Proteste von Landwirten und Arbeitern aus.

Auslöser dafür sind zwar unterschiedliche Themen, doch sie sind Ausdruck eines gemeinsamen Phänomens – des Zusammenbruchs des neoliberalen Weltsystems und der wachsenden Erkenntnis, dass die Mehrheit der Bürger im Westen auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen wird, während sich der militärisch-industriell-finanziell-technologische Komplex daran macht, eine neue Weltdiktatur zu errichten. Die arrogante Behauptung von US-Präsident Donald Trump, die Proteste in den USA seien lediglich das Ergebnis von „Islam“ und „unkontrollierter Einwanderung“, gießt nur noch Öl ins Feuer – während seine Regierung gleichzeitig die uneingeschränkte KI-Kontrolle über ein Militärbudget in Rekordhöhe anstrebt und sein „Kriegsminister“ die Schaffung eines „Autonomen Kriegsführungskommandos“ fordert.

Wie Lyndon LaRouche oft betonte, dürfen Massenstreikbewegungen wie diese nicht als isolierte lokale Ereignisse verstanden werden, sondern nur als Ausdruck eines einzigen globalen Prozesses. In einer Ansprache vor Diplomaten im Jahr 2011 beschrieb LaRouche einen damals ähnlichen Ausbruch eines Massenstreiks als Spiegelbild zweier Krisen: einer finanziellen und einer intellektuellen. Finanziell aufgrund der zunehmenden Kontrolle einer übermächtigen Elite über die westlichen Volkswirtschaften, was für eine wachsende Mehrheit der Bürger verheerende Folgen hat; intellektuell, weil alle sogenannten Experten nach wie vor darauf bestehen, dass das westliche liberale Modell einwandfrei funktioniere und man verrückt sei, wenn man dies nicht anerkenne! Unterdessen werden weltweit immer größere Geldsummen für militärische Abenteuer ausgegeben, angeblich um Frieden und Wohlstand zu sichern – obwohl keines von beiden jemals erreicht wird.

Es bleibt die Frage, ob sich in einer solchen Lage eine neue Führung herausbildet, um einen Weg der Lösung zu weisen.

In dieser Woche sind die internationalen Rohölpreise erneut gestiegen, da der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus weiterhin eingeschränkt ist. Reuters berichtete, dass zwischen dem 28. September und dem 5. Oktober mindestens zwölf Schiffe in der Region angegriffen wurden – die höchste Zahl seit Kriegsbeginn. Unterdessen verkündete US-Außenminister Marco Rubio während einer Reise nach Griechenland aus unerfindlichen Gründen, die Straße von Hormus sei offen, und es kursieren weiterhin Berichte, wonach die USA nach den Zwischenwahlen am 3. November eine Wiederaufnahme der Angriffe auf den Iran in Erwägung zieht.

Überdies reisten am 6. Oktober Vertreter aller Mitglieder des NATO-Militärausschusses nach Kiew, um der Ukraine noch mehr Unterstützung zuzusichern. Admiral Cavo Dragone, Vorsitzender des Ausschusses, erklärte: „Wir sind in voller Stärke hier und senden eine klare Botschaft: Das Band zwischen der NATO und der Ukraine ist stark und unzerbrechlich.“ Und das Pentagon verlegt eine Reihe von MQ-9-Reaper-Drohnen nach Kolumbien und Ecuador zur „Überwachung“ und für „Präzisionsschläge“ gegen mutmaßliche Drogenkartelle, während Washington den Ausbau des angloamerikanischen Systems noch verstärkt.

In ihrer Erklärung vom 6. Oktober mit dem Titel „Hegseths ‚Autonomes Kriegskommando‘ ist ein Schwindel der Epstein-Klasse“ bezeichnete Diane Sare, die unabhängige US-Präsidentschaftskandidatin der LaRouche-Bewegung, diese Entartungen als eine Krankheit, die die Menschheit an den Rand des Untergangs treibt, und fragte: „Ist Ihnen schon einmal in den Sinn gekommen, dass die Epstein-Klasse mörderischer Milliardäre unser Land in einen Krieg gegen genau jene großen Atommächte führt, die eigentlich unsere Partner bei der endgültigen Befreiung der Menschheit aus der 500jährigen Kolonialära sein müssen?“

Anstatt gegen andere führende Nationen wie Russland, China und die BRICS-Staaten vorzugehen, „müssen wir einen neuen Kurs einschlagen, der viel stärker der Tradition unserer Gründerväter entspricht, die das verderbliche Erbe des Britischen Empire besiegen wollten“, schreibt Sare. Stattdessen sollten wir „eine Partnerschaft mit Chinas ‚Belt and Road‘-Initiative eingehen, um einen schnellen Weg zur Erholung einzuleiten.“

Verpassen Sie an diesem Freitag auf keinen Fall die 175. wöchentliche Sitzung der Internationalen Friedenskoalition – ein wichtiges Treffen zur Schaffung einer Führung, die zur Lösung der heutigen globalen Krise erforderlich ist.


Inhalt

NEUES PARADIGMA

  • Putin und Peseschkian führen Telefongespräch und treffen sich in Turkmenistan
  • Helga Zepp-LaRouche spricht in Frankfurt bei der Vorstellung der neuen deutschen Ausgabe von Xi Jinpings Buch

STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR

  • NATO-Militärausschuss erstmals seit 2018 in voller Besetzung in Kiew
  • Pentagon: CENTCOM soll sich auf die Wiederaufnahme von Kampfhandlungen gegen den Iran vorbereiten
  • Pentagon verlegt Reaper-Drohnen nach Kolumbien und Ecuador
  • Konflikt zwischen den USA und Südafrika eskaliert

ZUSAMMENBRECHENDES IMPERIALES SYSTEM

  • „Machen wir es wie in Frankreich“: Protestwelle breitet sich in ganz Europa aus
  • Ölpreise steigen weiter: Hormus-Krise ist keineswegs gelöst
  • China warnt Deutschland und Frankreich: Wirtschaftliche Angriffe auf China werden nach hinten losgehen

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