Den Dialog für Frieden und Entwicklung gestalten
In drei Wochen findet vom 18. bis 19. November in Shenzhen die Konferenz der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) statt, die eine Gelegenheit für ein Dreiertreffen der Präsidenten Xi Jinping aus China, Wladimir Putin aus Russland und Donald Trump aus den Vereinigten Staaten bietet – eine Gelegenheit, die von entscheidender Bedeutung sein kann, um die Welt vom Paradigma des Krieges weg und hin zu einem Dialog für Entwicklung und Frieden zu führen. Alle Regierungschefs der 21 APEC-Mitgliedsländer planen, in Shenzhen anwesend zu sein.
In den letzten zehn Tagen haben zwei weitere internationale Konferenzen mit internationalen Experten wesentlich zu diesem Dialog für einen weltweiten Wandel beigetragen. Vom 23. bis 25. Oktober fand in der Xiong‘an New Area in China das „2026 Global Governance Forum“ unter dem Titel „Wiederherstellung von Vertrauen und Zusammenarbeit: Reform und Verbesserung der globalen Governance in einer sich wandelnden Welt“ statt. Die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, nahm an dieser Veranstaltung teil und wird heute bei der Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) über die Ereignisse berichten. Und in Assisi fand vom 25. bis 27. Oktober der Dialog über den „unbewaffneten und entwaffnenden Frieden“ statt, bei der Papst Leo XIV. (per Video) über die Dringlichkeit des Friedensaufbaus sprach. Auch eine Erklärung von Assisi wurde verabschiedet.
Auf der IPC-Veranstaltung werden Teilnehmer aus Frankreich und Deutschland über die Versammlung in Assisi berichten. Vom IPC war in den letzten Wochen ein internationaler Aufruf verbreitet worden, in dem Papst Leo aufgefordert wird, „einen „Weltgipfel zu organisieren, um die Fragen des Friedens und der nuklearen Abrüstung anzugehen“ und die sich verschärfende Gefahr eines Atomkrieges einzudämmen.
In dieser Woche ist es zudem zu zwei multinationalen Nord-Süd-Treffen gekommen, die im auffälligen Kontrast zu dem Kriegsparadigma „Macht schafft Recht“ und der damit verbundenen Gefahr einer nuklearen Vernichtung standen.
Besonders positiv ist dabei der heute in Moskau zu Ende gegangene dritte Russland-Afrika-Gipfel zu nennen, an dem neben Russland Vertreter von 48 afrikanischem Staaten, darunter 22 Staats- und Regierungschefs, teilnahmen. Das Motto des Gipfels unter dem Vorsitz von Präsident Putin lautete: „Für Frieden, Sicherheit und Entwicklung“.
Der Kreml und afrikanische Behörden haben zusätzlich den Text des Aktionsplans des Russland-Afrika-Partnerschaftsforums für den Zeitraum 2027–2029 veröffentlicht. In 236 Einzelpunkten werden darin 19 klar definierte Kooperationsbereiche aufgeführt, die von der Kernenergie über Bildung bis hin zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten, der Terrorismusbekämpfung und vielem mehr reichen.
In krassem und gefährlichem Gegensatz zu diesen friedens- und entwicklungsfördernden Konferenzen stand das Nord-Süd-Treffen dieser Woche in der Karibik, bei dem sich vom 26. bis 27. Oktober die Vereinigten Staaten und 18 Mitgliedsstaaten des sogenannten „Shield of the Americas“ trafen. Die von der Dominikanischen Republik in Santo Domingo ausgerichtete Veranstaltung repräsentierte die „Koalition der Amerikas gegen das Organisierte Verbrechen“ (A3C), die im März dieses Jahres in Miami persönlich vom US-Verteidigungsminister Pete Hegseth ins Leben gerufen worden war. Im Mittelpunkt des Treffens stand, wie in einer Pressemitteilung des US-Südkommandos berichtet wurde, „ein militärischer Einsatzplan“ von 19 Ländern der westlichen Hemisphäre „für eine operative Strategie und Governance-Charta“ – im Namen der Bekämpfung des Drogenterrorismus. Offensichtliche operative Vorbilder hierfür waren bereits die Übernahme Venezuelas durch die USA, Drohungen zur Übernahme Kubas, die Übernahme von Grönland usw. Am Vorabend des A3C-Treffens ordnete Hegseth den 80. Bombenangriff auf ein angebliches Drogenboot in der Karibik an, bei dem fünf Menschen ums Leben kamen. Damit beläuft sich die Zahl der Todesopfer seit Beginn der einseitigen Bombenangriffe im September 2025 auf über 240.
Zu den Staaten der westlichen Hemisphäre, die sich nicht an dieser Kriegsoperation Washingtons beteiligen, gehören Mexiko sowie Brasilien, wo das überwältigende Wahlergebnis für Lula da Silva am vergangenen Sonntag ein klares Votum gegen das „Shield of the Americas“ und das A3C darstellt.
Die Fronten sind klar abgesteckt und zeigen zwei Richtungen für die Menschheit auf – trotz der Medienmanipulationen, die darauf abzielen, die Menschen, insbesondere die Jugend, im Unklaren zu lassen. Bei der Internationalen Friedenskoalition werden am Freitag, dem 30. Oktober, junge Leute aus Brasilien und Europa zu Wort kommen: „Die Jugend der Welt fordert eine Zukunft ohne Krieg.“ Nehmen Sie daran teil und gewinnen Sie andere für diesen Dialog für Frieden und Entwicklung.
Inhalt
NEUES PARADIGMA
- Russland-Afrika-Gipfel verabschiedet Aktionsplan 2027–2029
- Putin bestätigt Beginn der Hilfsmission für Aljoschki
STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR
- Iran: Die Situation „Weder Krieg noch Frieden“ überwinden
- Weitere Spekulationen darüber, ob Trump den Iran angreifen wird oder nicht
- Ein weiterer Tag, ein weiterer General, der von Kriegsminister Hegseth entlassen wurde
- „Shield of the Americas“ soll US-Militäroperationen befördern
ZUSAMMENBRECHENDES IMPERIALES SYSTEM
- EU und Mark Carney: Kanada soll „assoziiertes Mitglied“ der EU werden
- Italien: Landwirte und Lkw-Fahrer setzen ihre Mobilisierung fort
- Porsche-Debakel zieht VW nach unten
- Federal Reserve leistet Wahlhilfe