An die protestierenden Studenten: „Unsere Zukunft ist Eure Zukunft“

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An die protestierenden Studenten: „Unsere Zukunft ist Eure Zukunft“
Die Organisatoren der Solidarité et Progrès verteilen die Erklärung „Unsere Zukunft ist deine Zukunft“ an die Jugendlichen in den Pariser Protesten.

In der vergangenen Woche richtete sich die Partei „Solidarité et Progrès“ in Frankreich in einer Erklärung an die zahlreichen protestierenden Studenten und Schüler in Paris und anderen französischen Städten. Unter der Überschrift „Unsere Zukunft ist Eure Zukunft“ wird in dem Flugblatt die Notwendigkeit betont, „eine uneingeschränkte Zukunft für das Land einzufordern“.

In der kommenden Woche wird es an vielen Orten weltweit zu weiteren Protesten kommen, darunter in Frankreich am 13. Oktober zu einer landesweiten Aktion, in Argentinien zu einer von Studenten initiierten Aktion am 15. Oktober sowie in Italien zu einem geplanten „Marsch auf Rom“ im Rahmen einer von Landwirten initiierten Mobilisierung, bei der heute bereits eine Demonstration in Kalabrien in Süditalien stattgefunden hat.

All diese Aktionen zeigen, dass die Menschen die gegenwärtigen Zustände des wirtschaftlichen Zusammenbruchs sowie die Fortführung des Paradigmas der Geopolitik und des Rechts des Stärkeren ablehnen, das mit Völkermord und Bevölkerungsreduktion einhergeht.

In Argentinien veranstalteten am 7. Oktober etwa 100 Studenten von vier Universitäten in Buenos Aires ein gewaltfreies Sit-in vor dem historischen Palast, in dem sich das Büro des Bildungsministers befindet, um gegen die seit Oktober 2025 von der Regierung unter Javier Milei gezielt und rechtswidrig vorgenommene Kürzung von Finanzmitteln für das nationale Hochschulsystem zu protestieren.

In Italien versammelten sich heute einige hundert Landwirte, Lkw-Fahrer, lokale Unternehmer, Fischer und andere auf dem zentralen Platz der historischen Stadt Cosenza, um sowohl gegen die unerträglichen Bedingungen aufgrund hoher Dieselpreise und globalistischer Lebensmittelimporte nach Italien als auch gegen die erbärmliche Reaktion der Regierung auf die Krise zu protestieren. Den Landwirten und anderen werden lediglich 15 Millionen Euro angeboten, um die Produktionskosten geringfügig abzufedern. Die heutige Aktion reiht sich in eine Reihe weiterer Proteste ein, die seit fast zwei Wochen in der gesamten Region stattfinden. Die Organisatoren kündigten nun ihre Absicht an, in naher Zukunft einen „Marsch auf Rom“ zu veranstalten.

In den Vereinigten Staaten sind zwar (noch) keine Demonstrationen dieser Art ausgebrochen, doch geht von Lkw-Fahrern, Landwirten sowie von Beschäftigten in Produktion und systemrelevanten Dienstleistungen aufgrund der untragbaren Diesel- und sonstigen Produktionskosten heftiger Druck auf das Weiße Haus aus.

In der Absicht, vor den Zwischenwahlen den Kostendruck für die Amerikaner scheinbar zu mildern sowie „etwas gegen den Krieg zu unternehmen“, führte Präsident Trump gestern ein anderthalbstündiges Telefongespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, woraufhin Trump verkündete, Russland habe zugestimmt, die Vereinigten Staaten und die globalen Märkte mit einer gewissen Menge Dieselkraftstoff zu beliefern. Die Mengen sind zwar nicht nennenswert, doch allein über das Gespräch hat es erhebliche Reaktionen gegeben.

Heute verkündete Trump lautstark, der ukrainische Präsident Selenskij solle sein Amt niederlegen und Platz machen für jemanden, der den Krieg beenden werde. Trump warf Selenskij vor, in den letzten Monaten russische Raffinerien bombardiert zu haben, und Selenskij seinerseits warf gestern Abend Trump vor, hinter seinem Rücken ein Abkommen mit Putin geschlossen zu haben. Zudem wurde über Nacht berichtet, dass ukrainische Drohnenangriffe das Kraftstoffverladeterminal der Raffinerie in Nowoschahtinsk bei Rostow am Don auf russischem Gebiet getroffen hätten.

Gleichzeitig wurden die gestrigen Ukraine-Gespräche in Miami bereits nach einem Tag – und nicht, wie ursprünglich angekündigt, nach zwei Tagen – beendet, an denen Delegationen der Vereinigten Staaten, der Ukraine, der drei großen europäischen Staaten (Großbritannien, Frankreich, Deutschland), der EU und der NATO teilnahmen. Es wurde keine gemeinsame Erklärung abgegeben, abgesehen von der Äußerung des US-Gesandten Steve Witkoff, die Gespräche seien „konstruktiv“ verlaufen.

Man suche in all dem nicht nach einem strategischen Gesamtkonzept oder gar nach Kohärenz – vielleicht mit Ausnahme von Trumps typischem „Make a Deal“-Ansatz.

Wichtiger wäre, stattdessen nach der Chance und der Notwendigkeit zu suchen, Grundsätze für eine Politik einzubringen, die auf der Förderung wirtschaftlicher Entwicklung und des Friedens basiert – als einzigem Weg, um aus Krieg und Chaos herauszufinden und Sicherheit für alle zu erreichen. Dies sollte den Forderungen der Massenaktionen und aller, die auf Frieden drängen, zugrundeliegen.

Die Internationale Friedenskoalition (IFK) spielt dabei eine unverzichtbare Rolle als Plattform, um die wirtschaftlichen Grundlagen für Frieden darzulegen. Siehe hierzu die „Zehn Prinzipien einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur“, die von Helga Zepp-LaRouche, der Vorsitzenden des Schiller-Instituts, im November 2022 veröffentlicht wurden, noch bevor sie 2023 die IFK gründete. Schließen Sie sich am 16. Oktober gemeinsam mit anderen internationalen Aktivisten dem 176. wöchentlichen Treffen in Folge an.


Inhalt

STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR

  • Gespräche zwischen den USA und der Ukraine in Miami scheitern
  • NATO und EU wollen den spanischen Oberst Baños zum Schweigen bringen

NEUES PARADIGMA

  • Argentinische Studenten wollen ein „Paris in Buenos Aires“ schaffen
  • Iranischer Präsident Peseschkian schlägt neue „GUS+1“-Kooperation vor

ZUSAMMENBRECHENDES IMPERIALES SYSTEM

  • Hegseths abartiges „Kriegerethos“
  • Ehemaliger BND-Chef in inszenierter Aktion festgenommen
  • Wer verfügt über genügend Dieselkraftstoff – und zu welchem Preis?

WISSENSCHAFT UND TECHNOLOGIE

  • Bangladesch betritt das Atomzeitalter

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